Wie lässt sich das
Alle Radwege führen nach Lintach

Machten sich ein Bild von der Situation am Kreisverkehr bei Lintach, wo einmal ein Radwege-Knotenpunkt entstehen könnte (von links): SPD-Vorstandsmitglied Elisabeth Binner, Gemeinderat Andreas Koch, Landtagsabgeordneter Reinhold Strobl und Fraktionsvorsitzender Gerhard Dotzler. Bild: hfz
Radwegenetz im Bereich Freudenberg weiterentwickeln und regional und überregional anbinden? Dieser Frage widmeten sich Vorstand und Gemeinderäte des SPD-Ortsvereins bei einer Versammlung.

An dem Treffen im Lintacher Gasthaus Lukas nahm auch der Landtagsabgeordnete Reinhold Strobl teil, der sich seit Jahren für dieses Thema einsetzt. "Bei den Kommunalwahlen 2014 hatte jede Partei diesen Punkt in ihrem Wahlprogramm", stellte Fraktionsvorsitzender Gerhard Dotzler fest. Auch Bürgermeister Alwin Märkl habe erklärt, dass er einem Radweg entlang der Staatsstraße 2238 von Hirschau über Immenstetten nach Amberg positiv gegenüberstehe.

Trassen verbinden

Nun gelte es, alle Möglichkeiten eines Radwegenetzes zusammenzufassen, die sich in der Gemeinde böten - "und da gibt es einige", erklärte Dotzler. Radwege würden oft nur stückchenweise gebaut. Um ein sicheres und sinnvolles Radwegenetz zu erhalten, müssten die Trassen regional und überregional aber verbunden werden.

Der Radweg entlang der Kreisstraße AS 18 (Hirschau-Lintach-B 85) ende bei Pursruck und von Paulsdorf nach Hiltersdorf verlaufe ein überaus teueres Stück ohne irgendeine Verbindung zum Beispiel zur B 85, erläuterte Dotzler. Sinnvoll wäre ein Radweg von Freudenberg nach Lintach mit einer kompletten Führung entlang der Staatsstraße 2399 bis nach Raigering. Die Staatsstraße 2040 von Amberg über Paulsdorf nach Etsdorf könnte, mit Schmidgaden verbunden, eine der schönsten und bequemsten Strecken werden, die die Gemeinde zu bieten habe. An der Staatsstraße 2238 sei Hirschau schon in Vorleistung gegangen, der Radweg müsste nur noch an Immenstetten vorbei nach Amberg ausgebaut werden.

"Der Knotenpunkt eines Radwegenetzes in der Gemeinde Freudenberg könnte Lintach werden", schlug Gemeinderat Andreas Koch vor. Die Kreisstraße AS 18 und die Staatsstraße 2399 kreuzten sich beim Lintacher Kreisel. Sie verbänden Lintach mit Freudenberg, Amberg, Hirschau und der B 85. Gerhard Dotzler wies darauf hin, dass sichere Radwege angenommen würden und die Radfahrer gefährlichere Strecken, wie den Feld- und Waldweg in Richtung Freibad über Hötzelsdorf, meiden würden.

Programme anzapfen

Radwege verliefen meist an Kreis- und Staatsstraßen, weshalb hier auch Landkreis und Freistaat zuständig seien. Die Gemeinden könnten die Finanzierung nicht alleine schultern. Kreistag und Staatsregierung hätten sich aber schon für einen weiteren Ausbau von Radwegen ausgesprochen und entsprechende Programme aufgelegt. Darüber und über eine Projektliste informierte Landtagsabgeordneter Reinhold Strobl. Er stellte sieben Anträge der SPD-Landtagsfraktion bezüglich der Radwege vor.

Zum Schluss bat Gerhard Dotzler die Staatsregierung, nicht nur Programme aufzulegen, sondern sie auch umzusetzen.
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