Wie sind Sie zum Schach gekommen?
Interview

Daniel Kamm: "Schachspielen haben mir meine Eltern beigebracht. Aber ich bekam dann bald zu Weihnachten einen Schachcomputer geschenkt. Damit habe ich in meiner Kindheit viel gespielt.

Später am Gymnasium Eschenbach habe ich dann an der Schulschachgruppe von Dr. Manfred Tobisch teilgenommen und meistens die Blitzturniere gewonnen. Einmal konnte ich auch die Schulmeisterschaft für mich entscheiden."

Warum sind Sie vor zwei Jahren dem SC Erbendorf beigetreten?

Daniel Kamm: "Ein paar Jahre war ich im Weidener Schachverein. Michael Weiß hat mich dann nach Erbendorf geholt. Hier gefällt es mir sehr, und die Leute sind wirklich supernett. Außerdem haben mir Wolfgang Hoffmann und Michael Weiß doch noch den ein oder anderen Trick beigebracht."

Was gefällt Ihnen am Schach?

Daniel Kamm: "Mich fasziniert, dass es sich praktisch nie wiederholt. Mathematisch gesehen gibt es ja in einer Partie mehr mögliche Stellungen als Atome im Weltall. Doch auch der kameradschaftliche Aspekt ist eine tolle Sache. Neben den Sprüchen und dem gescheiten Daherreden bieten die Mannschaftswettkämpfe auch totale Spannung und Nervenkitzel.

Man kann den anderen zusehen, sich mitfreuen oder Trost spenden. Lustig finde ich, dass man den Stellungen auf den Brettern oft ansieht, welcher Spieler die Partie spielt."

Wie bewerten Sie Ihre Leistung?

Daniel Kamm: "Irgendwie finde ich es schon cool, dass ich es in der Bestenliste auf den ersten Platz geschafft habe. Gut finde ich, dass es bei dieser Wertung fair zugeht. Jeder kann den ersten Platz erreichen, denn es kommt nur auf die Leistung an und nicht auf die Wertungszahl oder das Brett, an dem man spielt.

Ein bisschen stolz bin ich schon. Aber ich bin niemand, der immer der Erste oder der Beste sein will. Da kann auch eine Partie, die man verliert, genial sein." (njn)
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