"Wie Zeigefinger des Glaubens"

Voller Freude und mit strahlenden Augen sangen die Kinder ihre Begrüßungslied. Im Anschluss segnete Diözesanbischof Rudolf Voderholzer alle Buben und Mädchen. Bilder: mmj (3)

Lange hatte die Pfarrei auf diesen Tag gewartet: Diözesanbischof Dr. Rudolf Voderholzer zelebrierte am Sonntag ein Pontifikalamt zum Abschluss der Außenrenovierung der Pfarrkirche. Und die ganze Pfarrei feierte mit.

"Öitz kummt da Bischof" - Die Ministranten erblickten mit als erste das Fahrzeug, das langsam auf den Parkplatz beim Gotteshaus zurollte. Dort begrüßten Pfarrer Dr. Jan-Adrian Lata, Dekan Alfons Kaufmann, Ruhestandspfarrer Martin Särve, ein gebürtiger Weidinger, und Diakon Hans Winter den Diözesanbischof. Empfangen wurde Dr. Rudolf Voderholzer ebenso von Bürgermeister Manfred Dirscherl, den Gemeinderäten sowie den Mitgliedern von Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung.

Herzliche Begrüßung

Viele Gläubige aus Weiding und den Nachbarpfarreien waren gekommen, um beim Empfang des Bischofs dabei zu sein und das Pontifikalamt mitzufeiern. Mit einem flotten Marsch hieß die Blaskapelle unter Leitung von Josef Schneider das Oberhaupt der Diözese Regensburg willkommen. In Gedichtform und mit einem Blumenstrauß begrüßten die Ministranten den Ehrengast. Mit einem Lächeln hörte der Bischof das Begrüßungslied der Kinder, die ihm mit gelb-weißen Fähnchen zuwinkten. Dazwischen gab es immer wieder ein "Grüß Gott Herr Bischof" von den vielen Gläubigen zu hören, deren Gruß immer mit persönlichen Worten erwidert wurde. "Wo der Bischof ist, ist Glaube und lebendige Kirche!" Mit großer Freude hieß Pfarrer Dr. Lata den Diözesanbischof zu Beginn des Pontifikalamts im Gotteshaus willkommen. Die Renovierung der Kirche sei ein Werk für kommende Generationen. Mit ihren Kirchen, Kapellen und Wegkreuzen bezeichnete der Ortsgeistliche die Oberpfalz als christlichen Landstrich. Die Menschen seien bodenständig und solidarisch. Dies sei in der heutigen Zeit wichtig, da die Kirche viele Herausforderungen zu bestehen habe.

Einen herzlichen Gruß richtete Diözesanbischof Dr. Rudolf Voderholzer an die Gläubigen. Er dankte allen, die an der Renovierung der Kirche mitgewirkt haben. Er feiere gerne den Dankgottesdienst in einem Ort, in dem das höchste und schönste Gebäude die Kirche ist. In seiner Predigt wünschte sich der Bischof von allen Gläubigen, dass sie fähig seien, ihre Kirchen anderen Besuchern zu zeigen und zu erklären. In der Pfarrkirche in Weiding zeige das Bild des Patrons Nikolaus, wie er Schutz über die Kirche und den Ort hält. Der Altar sei nach Osten zur aufgehenden Sonne ausgerichtet. Dies sei ein Symbol für Christus, den Auferstandenen. Außen sei die Weidinger Kirche ein Zeichen des Glaubens. Der Kirchturm deute wie ein Zeigefinger nach oben und die Turmuhr erinnere "nütze die Zeit, einmal kommt die letzte Stunde".

Der Bischof dankte allen Verantwortlichen in der Kirche und all jenen, die dafür Sorge tragen, dass dort Gottesdienst gefeiert werden kann. Er freue sich, dass mit Alexander Lottner ein ehemaliges Mitglied des Domspatzengymnasiums den Chor leite. Kirchenmusik, so der Bischof, sei kein Konzert, sondern in allen Gottesdienstbesuchern müsse es bei der Feier der Liturgie "mitklingen". "Legen Sie viel Herzblut hinein, dass auch künftige Generationen ihre Kirchen lieben und festen Halt im Leben geben", bat der Bischof.

Mit Gläubigen im Gespräch

Mit dem gemeinsam gesungenen Lied "Großer Gott wir loben Dich" endete das würdevoll gefeierte Pontifikalamt. Musikalisch wurde es umrahmt vom Kirchenchor mit Mathias Bayer an der Orgel sowie der Blaskapelle. Leutselig zeigte sich der Bischof nach dem Gottesdienst in vielen Gesprächen mit den Gläubigen, bevor der Abschluss der Kirchenrenovierung bei einer weltlichen Feier unterhaltsam ausklang. (Im Blickpunkt)
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