Wieder Geld beantragen

Der Freistaat greift finanzschwachen Gemeinden mit der Stabilisierungshilfe unter die Arme. In den zwei vorangegangenen Jahren flossen so eine Million Euro an die Kommune. Für 2015 stellt der Gemeinderat erneut Antrag auf 900 000 Euro.

"Alle Jahre wieder", meinte dazu Bürgermeister Günter Kopp. "Wir rechnen uns gute Chancen aus, auch 2015 wieder Geld zu bekommen", betonte Kämmerer Arnold Koch. Sein vorrangiges Ziel ist, die Schulden der Gemeinde abzubauen. So setzt sich sein errechneter Finanzbedarf aus der Stabilisierungshilfe aus 210 000 Euro Tilgung, 286 000 Euro Kreditaufnahme, 203 990 Euro Investitionen und 200 000 Euro Rücklage für Darlehensrückzahlungen zusammen.

Feinsäuberlich gliederte Koch die Finanzsituation auf, die alle Möglichkeiten ausgeschöpft habe, Ausgaben zu sparen und Einnahmen zu optimieren. Die Beiträge für Herstellungs- und Verbesserungsbeiträge für Wasser und Kanal werden ebenso laufend angepasst wie die Gebühren. Unterm Strich errechnete Koch ein Plus von 66 700 Euro in der Kasse. Die Stabilisierungshilfe "ist keine endgültige Lösung für finanzschwache Gemeinden", fasste er zusammen. Grund für seine Feststellung war auch, dass die Hilfe maximal für fünf Jahre gewährt werden kann. (bkr)
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