Wien.
Kulturnotizen Handke: Nobelpreis abschaffen

(dpa) Der österreichische Schriftsteller Peter Handke (71) hält nichts vom Literaturnobelpreis. Dieser bringe lediglich einen Moment der Aufmerksamkeit, der Literatur helfe er mit seiner "falschen Kanonisierung" jedoch nicht, sagte Handke im Interview der Nachrichtenagentur APA. "Den Nobelpreis sollte man endlich abschaffen." Handke, der 1942 in einem kleinen Ort im Bundesland Kärnten geboren wurde, gilt als einer der Entdecker des diesjährigen Nobelpreisträgers Patrick Modiano für den deutschen Sprachraum. Er übersetzte etwa dessen Romane "Die kleine Bijou" und "Eine Jugend". "Modiano ist ein wirklich beachtlicher Autor mit einem einmaligen Werk", sagte Handke.

Publikumsgespräch beim "Räuber"

Weiden. Am Freitag, 24. Oktober, feiert das Volksstück "Mein Bruder, der Räuber Kneißl" Premiere in der Weidener Regionalbibliothek. Zur Vorstellung am Sonntag, 26. Oktober (16 Uhr) bietet das Landestheater Oberpfalz im Anschluss erstmals die Möglichkeit eines Publikumsgespräches an. Auch der Autor des Stückes Christian Schönfelder wird an dieser Runde teilnehmen. Karten gibt es beim NT/AZ-Ticketservice (Telefon 0961/85550 und 09621/306230) sowie in Internet unter www.nt-ticket.de.

Kurzfilmwoche verlängert Anmeldung

Regensburg. Die Internationale Kurzfilmwoche Regensburg beendet am 19. Oktober die Anmeldungen. Für Filmemacher aus der Region besteht jedoch unter www.kurzfilmwoche.de noch bis zum 30. November die Möglichkeit, sich um einen Platz auf der Leinwand zu bewerben. Platz gibt es auch noch im Trickfilmworkshop für Kinder ab 10 Jahren. Hierbei lernen die jungen Filmer ihr Lieblingsspielzeug richtig in Szene zu setzen. Der Workshop findet am 26. Oktober in der Filmgalerie ab 10 Uhr statt und der Eintritt ist frei. Anmeldungen bitte per E-Mail an info@kurzfilmwoche.de.

Günter Grass als Soldat

Lübeck.(dpa) Das Lübecker Günter-Grass-Haus schlägt ein neues Kapitel auf. Vom 19. Oktober an ist dort ein Jahr lang das Ausstellungsmodul "Grass als Soldat" zu sehen. Ausgehend von Grass' Erinnerungsbuch "Beim Häuten der Zwiebel" wird mit Reden, Briefen und Manuskripten seine Zeit als Luftwaffenhelfer, Rekrut und Mitglied der Waffen-SS beleuchtet. Das Ausstellungskapitel verdeutliche, wie stark die Erlebnisse in der NS-Zeit und im Zweiten Weltkrieg Leben und Werk des Literaturnobelpreisträgers geprägt hätten, sagte der Leiter des Hauses, Jörg-Philipp Thomsa, am Freitag. Zur Eröffnung liest Mario Adorf ein Kapitel aus "Beim Häuten der Zwiebel" lesen.
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