Wiesau.
Garant für eine solide Ausbildung

Regierungspräsident Axel Bartelt überreichte in Regensburg das Steckkreuz des Bayerischen Feuerwehrehrenzeichens an Kreisbrandmeister Dieter Höfer. Bild: ehi
 
Regierungspräsident Axel Bartelt (links) überreichte das Steckkreuz des Bayerischen Feuerwehrehrenzeichens an Konrad Meyer. Bild: ehi
(ehi) Das Steckkreuz des Bayerischen Feuerwehrehrenzeichens händigte Regierungspräsident Axel Bartelt vier Oberpfälzer Feuerwehrmännern aus. Unter ihnen auch Kreisbrandmeister Dieter Höfer aus Wiesau und Hauptbrandmeister Konrad Meyer aus Hirschau. Mit der von Innenminister Joachim Herrmann verliehenen Auszeichnung wird alle zwei Jahre ein besonderes Maß an Einsatzfreude, Engagement und Führungsarbeit gewürdigt.

Bayernweit seien heuer damit nur 55 Einsatzkräfte ausgezeichnet worden, erklärte Bartelt. Bei über 300.000 Feuerwehrangehörigen im Freistaat sei diese Ehrung somit etwas ganz Besonderes. Die vier Feuerwehrmänner hätten also durchaus eine Vorbildfunktion.

"Es sind nicht immer nur die spektakulären, langwierigen und medienwirksamen Einsätze, die uns die Notwendigkeit unserer Feuerwehren und Hilfsorganisationen aufzeigen", betonte der Regierungspräsident. Die tatsächlich bewundernswerte Leistung werde eher im Alltagsgeschäft vollbracht, wovon die Öffentlichkeit aber kaum Kenntnis nehme. "Dass aber auch eine auf dem Herd vergessene Pfanne oder ein vom Sturm umgedrückter Baum Dutzende Helfer dazu bringen, den Arbeitsplatz zu verlassen oder eine Geburtstagsfeier abzusagen, wird von vielen nicht wahrgenommen", fuhr er fort.

Eine abgesagte Geburtstagsfeier - nämlich seine eigene - war dann auch ein Beispiel, mit dem Bartelt das außerordentliche Engagement von Dieter Höfer hervorhob. Dieser wurde 1994 zum Kreisbrandmeister bestellt. 1995 wurde er außerdem Leiter der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung, die er mit aufbaute und ihre Mitglieder ausbildete. "Bis heute sorgt er dafür, dass sich diese stets auf dem neuesten Wissensstand befinden", ergänzte Bartelt. Seine Führungsqualitäten habe er außerdem als stellvertretender Führer des Hilfeleistungskontingentes des Landkreises Tirschenreuth bei der Hochwasserkatastrophe in Dessau 2002 sowie bei der Schneekatastrophe in Regen 2006 unter Beweis gestellt.

"Kurz entschlossen sagte er als Führer zu, lud seine Geburtstagsgäste für den Abend aus, stellte telefonisch das Kontingent zusammen und führte dies am nächsten Morgen nach Zwiesel in den Einsatz", beschrieb Bartelt Höfers Handeln im Jahr 2006. Darüber hinaus sei Höfer auch über 20 Jahren als Ausbilder und Lehrgangskoordinator auf Landkreisebene tätig. "Er ist ein maßgeblicher Garant für eine solide und hervorragende Ausbildung im Landkreis Tirschenreuth", erläuterte der Regierungspräsident.

Ein Schutzengel für die Bürger

Konrad Meyer, der von 1981 bis 2014 Kommandant der Feuerwehr Hirschau war, habe durch Umsicht, Erfahrung und Einsatzwillen bei vielen Schadenslagen dazu beigetragen, dass der Schutz der Bürger seines Heimatortes immer gewährleistet werden konnte, würdigte Bartelt den Geehrten.
Bei einem seiner letzten Einsätze als Kommandant sei Meyer zum Beispiel mit seiner Wehr zu einem Wohnungsbrand gerufen worden. Dort stand das Treppenhaus in Flammen, während mehrere Menschen schreiend an den Fenstern standen. „Durch die richtige Beurteilung der Lage und klare Anweisungen an die Einsatzkräfte gelang es, fünf eingeschlossene Bewohner in buchstäblich letzter Sekunde aus dem brennenden Gebäude zu befreien“, berichtete der Regierungspräsident.
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