Wiesau patzt gegen den ATSV

Der FC Tirschenreuth gewann das Derby gegen den SV Mitterteich II verdient mit 3:1. In dieser Szene geht der Tirschenreuther Jan Vujtech im Zweikampf mit Florian Greim zu Boden. Bild: Gebert

Die SpVgg Wiesau hat überraschend die Tabellenführung in der Kreisliga Süd eingebüßt. Neuer Spitzenreiter nach dem vierten Spieltag ist die SpVgg 13 Selb. Am anderen Ende der Tabelle ist nur noch der SC Mähring ohne Punktgewinn.

Tirschenreuth. (gb) Während die SpVgg 13 Selb (1./10 Punkte) den SV Steinmühle (11./4) mit 3:1 bezwang, kam die SpVgg Wiesau (2./10) gegen den bis dahin punkt- und torlosen ATSV Tirschenreuth (15./1) über ein mageres 1:1 nicht hinaus. Hinter den Wiesauern folgen fünf Teams aus Oberfranken: TSV Thiersheim (3./9), FC Rehau (4./9), VfB Arzberg (5./8), FC Lorenzreuth (6./8) und TV Selb-Plößberg (7./7).

Der FC Tirschenreuth (8./7), der gegen den SV Mitterteich II (9./4) verdient mit 3:1 gewann, führt das Feld der restlichen neun Mannschaften aus dem Stiftland an. Am Tabellenende sind neben dem ATSV Tirschenreuth auch der TSV Waldershof (14./1), der sich aber in Arzberg ein 1:1 erkämpfte, und der SC Mähring (16./0) weiter ohne Sieg. Der Sportclub gab beim 2:3 gegen Aufsteiger FSV Tirschenreuth (12./4) eine 2:0- Führung aus der Hand. Obwohl der FSV auf der Siegerstraße war, brannten in der Nachspielzeit drei Akteuren die Sicherungen durch. Sie sahen wegen Schiedsrichterbeleidigung die Rote Karte. Nicht in Schwung kommt der letztjährige Vizemeister TSV Konnersreuth (13./3). Das 1:4 in Rehau war bereits die dritte Niederlage. Die Sportfreunde Kondrau (10./4) wehrten sich nach Kräften, verloren aber in Thiersheim mit 1:4.

FC Tirschenreuth       3:1 (2:0)       SV Mitterteich II
Tore: 1:0 (12.) Marek Kratochvil, 2:0 (33./Foulelfmeter) Matthias Preißer, 2:1 (46.) Lubos Lavicka, 3:1 (90.+1) Alexander Wölfl - SR: Reiner Rauh (Zedtwitz) - Zuschauer: 100

(wga) Trotz der hohen Temperaturen sahen die Zuschauer ein flottes und spannendes Derby, aus dem die Platzherren als verdienter Sieger hervorgingen. In der ersten Halbzeit hatten sie mehr Spielanteile und beschäftigten die SV-Abwehr, die durch einen abgefälschten Schuss in Rückstand geriet. Den Ausgleich verpasste Thomas Lautenbacher, als er in aussichtsreicher Position an Torwart Pecher scheiterte. Der FC setzte nach und erhöhte auf 2:0, nachdem Torwart Tobias Eckert Daniel Lauterbach im Strafraum foulte. Der Anschlusstreffer fiel gleich nach der Pause und gab den Gästen Auftrieb. Mit Justin Göhlert und Neuzugang Lubos Lavicka drängte der SV nun auf den Ausgleich. Die FC-Abwehr um den sicheren Regisseur Ramon Illner hielt und startete Konterchancen über Marian Vaclavik und Alexander Wölfl, was aber erst in der Schlussminute zum Erfolg führte. Hervorzuheben ist die sehr gute Leistung des Referees.

SpVgg Wiesau       1:1 (0:0)       ATSV Tirschenreuth
Tore: 0:1 (60.) Jonas König, 1:1 (62.) Fabian Bartl - SR: Alexander Maisel (Mistelgau) - Zuschauer: 80 - Rot: (44.) André Hollmann (Wiesau) Notbremse

(mvo) Bei hochsommerlichen Temperaturen sahen die Zuschauer fast nur Einbahnstraßen-Fußball in Richtung Gästekasten. Wiesau übernahm von Beginn an die Initiative und hatte in der ersten Halbzeit mehrere klare Möglichkeiten durch Neudert und Wölfel, die entweder an der Latte scheiterten, verzogen oder dem Torwart den Ball direkt in die Arme schossen. Tirschenreuth igelte sich ein und lauerte auf Konter. Der einzige in Halbzeit eins führte in der 44. Minute zur Roten Karte für Hollmann, der als letzter Mann die Notbremse zog. Nach der Halbzeit blieb Wiesau selbst in Unterzahl klar überlegen, aber im Abschluss schwach. Für die kalte Dusche sorgte dann König, der die erste Offensivaktion des ATSV per Kopf abschloss. Zwei Minuten später erzielte Bartl mit einer herrlichen Einzelleistung den Ausgleich. Die Heimelf rannte weiter an, doch es blieb beim schmeichelhaften Punktgewinn für die Gäste.

SC Mähring       2:3 (2:2)       FSV Tirschenreuth
Tore: 1:0 (4.) und 2:0 (12.) Josef Hyka, 2:1 (21.) Martin Orsel, 2:2 (45.) Tobias Stilp, 2:3 (60.) Christian Laab - SR: Timmy Joe Schlesinger (Vohenstrauß) - Zuschauer: 100 - Rot: (90.+2) Tobias Stilp, (90.+2) Jürgen Ströll, (90.+2) Michael Weiß (alle FSV Tirschenreuth) alle wegen Schiedsrichterbeleidigung

Das Spiel begann ganz nach dem Geschmack der Heimelf, die durch zwei Treffer von Josef Hyka nach zwölf Minuten mit 2:0 führte. Mähring hatte den Gegner im Griff, hörte aber unerklärlicherweise mit dem Fußballspielen auf und brachte so die Gäste ins Spiel. Der SC war immer einen Schritt langsamer und verlor die Zweikämpfe. Der FSV hingegen fand durch Kampf zurück ins Spiel und kam bis zur Pause durch Martin Orsel und Tobias Stilp zum Ausgleich. Zu Beginn der zweiten Hälfte wurde die Heimelf wieder etwas besser, ließ aber beste Chancen ungenutzt. So kam es, wie es kommen musste: Der FSV ging durch Christian Laab mit 3:2 in Führung. Trotz aller Bemühungen gelang Mähring der Ausgleich nicht mehr. In der Hektik der letzten Minuten ließen sich die Spieler des FSV Tirschenreuth noch zu Schiedsrichterbeleidigungen hinreißen, was ihnen drei Rote Karten einbrachte.

FC Rehau       4:1 (3:0)       TSV Konnersreuth
Tore: 1:0 (12.) und 2:0 (20.) Markus Geiger, 3:0 (33.) und 4:0 (60.) Ekrem Cehadarevic, 4:1 (78.) Mathias Härtl - SR: André Denzel (FC Hochstadt) - Zuschauer: 120

(oli) Dem geschwächten FC Rehau gelang ein auch in der Höhe verdienter 4:1-Heimerfolg gegen den Vorjahres-Vizemeister. Besonders die Umstellung, Mittelfeldmann Markus Geiger als Sturmspitze auflaufen zu lassen, machte sich bezahlt. Er war an allen drei Treffern in der ersten Halbzeit beteiligt. Bei den ersten beiden Toren verwertete er schöne Hereingaben von Ullmann und Dürrbeck. Den dritten Treffer legte er Cehadarevic auf. In der zweiten Halbzeit wurde das Spiel etwas ausgeglichener. Das lag aber auch daran, dass der FC Rehau einen Gang zurückschaltete. In der 60. Minute fiel dann die endgültige Entscheidung: Cehadarevic war nach einem Lattenabpraller von Ullmann zum 4:0 zur Stelle. Aus der starken Heimelf ragte Dürrbeck heraus. Vom Gast aus Konnersreuth hatte man sich mehr erwartet.
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