Wiggerls Auftritt im "B 14": Doppeldeutig, selbstironisch und mit viel Dialekt
Angriff auf die Lachmuskeln

Er sieht ernster aus, als er ist: Der "Wiggerl" steht für Kabarett in bairischer Mundart. Schlagfertig, urkomisch und immer mit einem Augenzwinkern präsentierte er sein neues Soloprogramm. Bild: hfz
Wernberg-Köblitz. Martin Wichary, alias Wiggerl, steht für Kabarett in bairischer Mundart. Erfrischend natürlich, schlagkräftig, urkomisch und immer mit einem Augenzwinkern vorgetragen. Keiner mosert und nörgelt dabei so herzerfrischend wie der 40-Jährige aus Berglern im Landkreis Erding, der sich mittlerweile in der heimischen Kabarettszene fest etabliert hat und dort nicht mehr wegzudenken ist. In seinem nun schon dritten Soloprogramm "Leb'n und Leb'n lassen" gab Wiggerl im Musik-Café "B 14" wieder Vollgas und wagte erneut einen Angriff auf die Lachmuskeln seines Publikums.

Publikum einbezogen

Geboten wurden bunt gemischte Geschichten und Erlebnisse aus dem ganz normalen banalen Alltag, bei denen sich der Zuschauer selbst wiederfand und ertappte. Schon beim Betreten der Bühne begrüßte er die Gäste im vollen "B 14" und zollte allen Anwesenden, die sich getrauten, sich in die erste Reihe zu setzen, Respekt. Nach kürzester Zeit kannte er die Vornamen einzelner Gäste und zog sie immer wieder in sein Programm mit ein.

Mit seiner Frage "Könnt ihr Euch an Eure Kindheit erinnern?" , zog er das Publikum in seinen Bann. Auch die Gewissheit, dass es "früher" nur einmal in der Woche einen Badetag gab, und er, als der Kleinste in der Familie, immer als letzter dran war und dadurch in den Genuss eines Solebades kam, ließ die Lachmuskeln vibrieren. Und wer konnte sich noch erinnern, wie das früher so in der Schule mit dem Zettel zuschieben war, auf dem die Frage stand "Willst Du mit mir gehen?" Als Antwort war dann "Ja, Nein, Vielleicht" anzukreuzen. Ob man sich heute nur das Handy zuschiebt und dann eine Sidolin Flasche zurück bekommt, beschäftigte Wiggerl sehr. Mit seinem neuen Boarisch-Kabarettprogramm "Leb'n und Leb'n lassen" ging der Kabarettist den Dingen auf den Grund. Sein Programm war autobiografisch, bayerisch und authentisch. Doppeldeutigkeit, eine gehörige Portion Selbstironie und Dialekt zählten zu Wiggerls Markenzeichen an diesem Abend.

Der kurzweilige Abend ging viel zu schnell zu Ende und die Gäste verließen mit einem Lächeln das Lokal.
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