Wild benimmt sich

Ein neuer Holzspalter oder eine Wildschadensversicherung? Nach den Ausführungen und dem Rechenbeispiel von Vorsteher Karlheinz Pocker fiel den Jagdgenossen die Entscheidung leicht.

Immenreuth. (bkr) Den Waldbesitzern lag in der Hauptversammlung im Feuerwehrhaus ein Angebot für eine Wildschadenversicherung vor. Laut Karlheinz Pocker würde der Beitrag von 600 Euro jährliche Wildschäden bis 10 000 Euro abzudecken. Jedoch habe es im abgelaufenen und in den vergangenen Jagdjahren keine Wildschäden zu regulieren gegeben. Die Jagdgenossenschaft sah deshalb keinen Sinn darin, eine solche Versicherung abzuschließen.

Mit Verkauf finanzieren

Sie sahen es als vernünftiger an, über einen neuen, kombinierten Holzspalter, der sowohl über Zapfwelle als auch Strom betrieben werden kann, nachzudenken. 3800 Euro wären dafür erforderlich. Zur Finanzierung soll der Erlös aus dem Verkauf eines der älteren Holzspalter der Jagdgenossenschaft herangezogen werden. Angebote können bis 28. März beim Jagdvorsteher eingereicht werden.

Die groß angelegte Freistellung der Bahnlinie vom Baumbestand im vergangenen Jahr belastete die Kasse mit 1442 Euro. Der für den Holzabtransport genutzte Waldweg in der Hadermetz Richtung Beerhof wurde stark in Mitleidenschaft gezogen und musste wieder nutzbar gemacht werden. 300 Euro erstattete davon das Landschaftspflegeunternehmen Reiger, informierte Jagdvorsteher Karlheinz Pocker.

Er informierte weiter über ein Treffen mit der Steinwald-Allianz zum Ausbau des interkommunalen Wegenetzes. In die Priorität I, Ausbau innerhalb von zehn Jahren, wurden die Wald- und Flurstraßen vom Bauhof Richtung Kolpingheim, die alte Immenreuther Straße Richtung Kulmain, die Straße vom Friedhof entlang der Bahnlinie nach Gabellohe, die Straße von der Zweifelau nach Schadersberg und die Flurbereinigungsstraße von der Berndorferstraße über die Anwesen Wolf und Weber zur Badstraße aufgenommen.

Karlheinz Pocker bekräftigte weiter die ablehnende Haltung der Jagdgenossenschaft gegenüber der geplanten Gleichstrompassage Süd-Ost. Anmeldungen zum Jagdessen am 28. März auf dem Beerhof sind bis zum 23. März an ihn zu richten. Einen ausführlichen Kassenbericht legte Konrad Merkl vor. Das Lob von Hubert Buchbinder und Alfred Bäumler war ihm sicher.

Jagdpächter Manfred Veigl meldete, den Rehwildabschuss erfüllt zu haben. Allerdings habe der Straßenverkehr mitgeholfen. Auf der Strecke blieben unter anderem neun Füchse, zwei Steinmarder und vier Graureiher. Die Landwirte bat er, ihn vor der Wiesenmahd zu informieren. Auch bekundete er sein Interesse, den 2016 auslaufenden Jagdpachtvertrag zu verlängern. Die Jagdgenossen standen dem positiv gegenüber.
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