Wilde Luher sind unschlagbar

Ausverkaufte Mehrzweckhalle, aufwendige Shows der Tanzgruppen und dazu die Partyband "D'Quertreiber" - all das zeichnete den Rosenmontagsball des Sportvereins in Luhe aus.

Die mit Spannung erwarteten Auftritte der vier Showtanzgruppen des FC-Luhe waren der Höhepunkt des Balls unter dem Motto "Wild, wild Louh". Seit kurzem haben sich die etwa 50 begeisterten Tänzer im Alter von 9 bis 25 Jahren den Namen "Re.LOUH.ded" gegeben. Sie probten schon seit Wochen, feilten an der Choreographie und nähten an ihren Kostümen.

In Handschellen

Von weit her kamen die Besucher, um sich diese Aufführungen nicht entgehen zu lassen. Sie sind seit Jahren der Garant für den überragenden Zuspruch. Beinahe wäre kein Platz für die Tänzer geblieben, denn das Publikum saß dichtgedrängt um die Tanzfläche und ging begeistert mit. "Spiel mir das Lied vom Tod" erklang, als, umringt von Indianern, "Sheriff" Sepp Ziegler, an den Marterpfahl gefesselt, hereingebracht wurde. Die Nachwuchsgruppe "No Limits", 12 Mädchen von 13 bis 16 Jahren, zeigten als Banditen zu "Wild Wild West" und gefesselt mit Handschellen und in Sträflingskleidung zu "Freedom" zwei fetzige Darbietungen.

Mit Pfeil und Bogen im Indianerkostüm eroberten dann "Ladys Control" die Tanzfläche. Mit "Pow Wow" und "The Spirit oft he Hawk" boten die 13 Ladies eine gelungene Show. Am längsten dabei sind die "Jolies", die als zwölf Saloon-Damen mit "Tough Lover" und vor allem mit einem "Can Can" begeisterten. Das Publikum tobte. Wie im richtigen Wilden Westen" durften bei den "Pussycat Dolls" die Cowboys nicht fehlen. Akrobatisch war ihr Auftritt "Fake ID" und "Sad Men's tongue". Sie verschwanden mit den "Jolies" zu einem Drink in den Saloon. Dann wurde es eng für die vielen Akteure, denn gemeinsam zeigten sie noch einmal zu "Footloose" und "Cotton Eyed Joe" ihr Können. Zum Auszug der Tänzer rauchte Präsident Sepp Ziegler, vom Marterpfahl befreit, die große Friedenspfeife. Lob galt der Trainerin Christina Bauer, die mit Julia Hösl die Tänze einstudiert hatte.

"Büffelwasser" schwebt

Das Männerballett "Büffelwasser" lässt sich zur Mitternachtsshow immer etwas Besonderes einfallen. "Der Mann im Mond" (Peter Stangl) beobachtete von der Saaldecke neun Astronauten. Sie hatten, nach einem ohrenbetäubenden Raketenstart auf seinem Planeten zur Hymne "Lalelu, nur der Mann im Mond schaut zu" mit der Schwerelosigkeit so ihre Schwierigkeiten. Reizende Damen versuchten, die Raumfahrer zu verführen und wurden mit Gejohle und anerkennenden Pfiffen unterstützt. Seit zehn Jahren gibt es die "Büffelwasser", und seitdem steht Gabi Preißer den Tänzern zur Seite. Im nächsten Jahr will sie diese Aufgabe abgeben, kündigte sie an. Als einziger der Truppe ist Manfred Schwab von Anfang an bei jedem Auftritt dabei.

Ständig überfüllt war die Bar. Zusätzlich hatte die "Sansibar" in der Pausenhalle Aperol, Hugo und Pils im Angebot. Wer sich von Bürgermeister Dr. Karl Heinz Preißer bedienen lassen wollte, war in der Kaffeebar richtig. Das Küchenpersonal hatte Hunderte Sandwiches für die Narren vorbereitet. Mit Alpenrock, Oldies und Pop heizten "D'Quertreiber" bis in den frühen Morgen die Stimmung an.
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