Wildenreuther Jagdgenossen schützen sich vor Wildschäden
Ja zur Versicherung

Bei der Jahreshauptversammlung standen Neuwahlen und die Verlängerung der Jagdpacht für die Jagdbogen I und IV an. 57 Mitglieder waren zur Versammlung gekommen. Jagdvorsteher bleibt Hans-Kurt Erthner, Susanne Kropf ist neue Stellvertreterin.

Vor der Versammlung hatte der Vorstand mit den Pächtern über eine mögliche Wildschadenversicherung diskutiert. Die Allianz-Versicherung bietet diese an, wenn sich bayernweit 50 Prozent der Jagdgenossenschaften beteiligen. Der Beitrag läge dann bei 600 Euro. Bei Schäden müsste ein Schätzer vom BJV oder der Stadtverwaltung eingesetzt werden. Die Jagdgenossenschaft beschloss, das Angebot anzunehmen. Jagdgenossenschaft und Jagdpächter sollen sich die Kosten teilen.

Der Jagdvorsteher erklärte, dass es für das Kernwegenetz 80 Prozent Zuschuss gibt, den Rest muss die Gemeinde aufbringen. Vorgesehene Wege sind: Straße zur Glashütte, Neuenreuth-Kammerermühle-Sassenhof, Steinreuth-Frodersreuth, Gössenreuth-Burggrub über Geiselhof oder direkt durch den Wald, dies werde noch geprüft. Wegebaumeister Schieder informierte über die Arbeiten im Jahr 2014: Säuberung der Straßengräben in Binsenlohe (Ringweg), die Wege Gössenreuth-Siedlung, Kläranlage - Püllersreuther Wald. Kassenprüfer Karl Schieder stellte den Bericht des verhinderten Kassiers Karl-Heinz Rottmann vor und bescheinigte einwandfreie Kassenführung.

Die Jagdpächter berichteten von einem nicht ganz erfüllten Abschussplan, da es derzeit sehr wenig Rehe gebe. Dafür wurden 26 Wildschweine erlegt. Jagdpächter Martin Guthy kündigte seinen Abschied aus der Oberpfalz an. Im nächsten Jahr werde er für die Jagdbögen II und III nicht mehr zur Verfügung stehen. Alle Jagdpächter dankten für die angenehme Zusammenarbeit mit den Wildenreuther Jagdgenossen, besonders dem Jagdvorsteher für die Unterstützung.

Einstimmig beschlossen die Genossen, die Jagdpacht nicht auszuzahlen, sondern für den Wegebau einzubehalten. Abgestimmt wurde über die Jagdpachtverlängerung der Jagdbögen I (Thomas Jung) und IV (Axel von Stromberg). Von Stromberg bat aus Altersgründen um eine Verlängerung für fünf Jahre mit Option auf eine weitere Verlängerung, Jung beantragte eine Verlängerung um neun Jahre. Beides wurde genehmigt.

Die Wahlen leitete Thomas Jung. Für das Amt des Jagdvorstehers stellte sich Erthner erneut zur Wahl. Er wurde bei einer Enthaltung wiedergewählt. Neue Stellvertreterin ist Susanne Kropf, Beisitzer Matthias Knodt, Tobias Fenzl (bisher Reinhard Hofmann). Jeweils einstimmig wieder gewählt wurden Kassier Karl-Heinz Rottmann, Schriftführerin Irene Schieder und Kassenprüfer Werner Gollwitzer. Neu ins Amt gewählt wurden Kassenprüfer Jürgen Frieser und Wegebaumeister Matthias Knodt.
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