Wildenreuther Windkraftgegner laden zur Infoveranstaltung
Nicht unter dem zehnfachen Abstand

Wildenreuth/Frodersreuth. (njn) Die Bürgerinitiative "Gegen Windkraft bei Gramlhof" lädt zur Infoveranstaltung. Am Donnerstag, 13. August, um 20 Uhr spricht im Gasthaus Bayern in Wildenreuth unter anderem Biologe Dr. Friedrich Buer über "Windmühlen als Zumutung für Mensch und Natur".

Bereits seit gut sechs Jahren laufen die Planungen für die Windkraftanlage bei Gramlhof. Der Stadtrat Erbendorf erteilte 2009 seine Zustimmung, 2014 beschloss der Tirschenreuther Kreistag 1,5 Hektar aus dem Landschaftsschutzgebiet herauszunehmen. Seit dem Frühjahr 2015 läuft die artenschutzrechtliche Prüfung, in dem Gebiet sollen geschützte Vogelarten wie Schwarzstorch oder Rotmilan leben.

Anwohner aus Frodersreuth und Glasern bilden die Interessengemeinschaft "Gegen Windkraft bei Frodersreuth" und sammelten 2011 Unterschrifen gegen die Pläne. Seit März 2015 gibt es nun die Bürgerinitiative "Gegen Windkraft bei Gramlhof". Sprecher ist Siegfried Wieder aus Frodersreuth. "Ziele der Bürgerinitiative ist es, den Bau der Windkraftanlage bei Gramlhof zu verhindern. Die Flächen sollen zurück ins Landschaftsschutzgebiet", sagt Wieder. "Wir wollen, dass Windkraftanlagen mindestens das zehnfache ihrer Höhe an Abstand zu unseren Dörfern Frodersreuth, Wildenreuth, Steinreuth, Glasern, Altenparkstein, Friedersreuth und Neuenreuth halten."

Zum Informationsabend am Donnerstag hat die Bürgerinitiative kompetente Redner gefunden. Neben einer Zusammenfassung zu den Planungen bei Gramlhof durch BI-Sprecher Siegfried Wieder wird Regina Kestel vom Landratsamt Tirschenreuth über den Ablauf eines Genehmigungsverfahrens bei Windkraftanlagen sprechen.

Besonderer Gast wird der Diplombiologe Dr. Friedrich Buer aus Neustadt/Aisch sein. Er bezeichnet Windkraftanlagen schon mal als "Lebensvernichter". In seinem Vortrag "Windmühlen - Zumutung für Menschen und Natur" möchte Buer auch mit Zahlen überzeugen. Im Anschluss an die Vorträge ist Gelegenheit zur Diskussion gegeben. Die Bevölkerung ist herzlich eingeladen.
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