Wildunfälle vermeiden und richtig reagieren

Morgens zwischen 5 und 8 Uhr und abends zwischen 17 und 22 Uhr ist in Waldgebieten Bremsbereitschaft angesagt. "Nähert sich ein Tier der Fahrbahn, sollte man sofort die Geschwindigkeit reduzieren, das Fernlicht abblenden und eventuell hupen", rekapituliert der Vorsitzende der Kreisgruppe Oberviechtach des bayerischen Jagdverbandes, Alexander Flierl, die üblichen Verhaltensregeln. Außerdem müssen Autofahrer mit weiteren Tieren rechnen, da diese häufig in Gruppen unterwegs sind. Falls ein Zusammenstoß mit einem Wild nicht vermieden werden kann, sollte man keinesfalls ausweichen, sondern abbremsen und das Lenkrad festhalten, rät auch ein vom Bayerischen Jagdverband herausgegebener Flyer und gibt Tipps für das weitere Vorgehen nach einem Unfall: Warnweste anlegen, Unfallstelle mit einem Warndreieck absichern, verletzte Tiere liegenlassen (insbesondere Wildschweine), tote Tiere zur Vermeidung weiterer Unfälle mit Schutzhandschuhen an den Fahrbahnrand ziehen. In jedem Fall muss der Unfall nach dem Bayerischen Jagdgesetz zeitnah bei der Polizei oder dem zuständigen Jagdpächter gemeldet werden. Sollte das Tier verletzt sein, so benötigen die Jäger den genauen Standort für eine Nachsuche. (bl)
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