Winter hat seine Reize

Mit einer Rose und mit heimischem Honig bedankte sich Vorsitzender Willi Trummer bei Brigitte Grieß. Die beliebte Referentin beschäftigte sich in ihrem Vortrag mit den Schönheiten der heimischen Gärten in der kalten Jahreszeit. Bild: rn

"Sie werden nach diesem Abend vielleicht mit einem anderen Blick durch Ihren Garten gehen." Denkanstöße zu einer anderen Sicht auf die heimische Natur lieferte Brigitte Grieß den Gartenfreunden und Blumenliebhabern.

Nach der Abschlusszeremonie des Blumenschmuckwettbewerbs (wir berichteten) zog die Referentin aus Bayreuth mit ihrer Bilderreise durch den Garten im Herbst- und Winterkleid die Zuhörer im Malzhaus in ihren Bann.

Sie begann mit Winterkrokussen und Herbstzeitlosen und appellierte, auch bei Reif, Frost und Schnee kleinen, oft erst auf den zweiten Blick erkennbaren Reizen und Schönheiten einen Blick zu widmen. Als markante Beispiele nannte sie Gräser und Samenstängel, die mit Tau, Reif oder Schnee behangen Kunstwerken gleichen. Stauden sollten im Herbst nicht rigoros abgeschnitten werden. "Sie sind Zufluchtsort heimischer Käfer und Insekten, Nützlinge für das kommende Gartenjahr."

Staunende Blicke verursachten ihre Großaufnahmen eines Spinnennetzes - vergleichbar mit einem Häkeldeckchen -, von bizarren, mit Reif überzogenen Sträuchern sowie Eiskristallen an Buchs, Eibe, Rhododendron und Christrosen. Freunde von hohen Gräsern forderte die Referentin auf: "Lassen Sie die Stängel bis ins Frühjahr stehen."

Grieß lenkte dann die Blicke auf die Rinden von Bäumen und Sträuchern. Im Winter besäßen diese in Verbindung mit Schnee und Reif eine besondere Ausstrahlung. "Es blüht auch im Winter, wenn wir es nur lassen." Die Referentin bewies dies mit leuchtenden Früchten von Zierapfel, Schönfrucht, Zierquitte, Sanddorn und Hagebutte, aber auch mit Winterblühern wie Zaubernuss, Wintermahonie oder Winterjasmin.

Hinweise gab sie auch zum Anhäufeln der Rosen mit Humus, Kompost oder Stroh - aber nicht mit Rindenmulch. Besitzern eines Gartenteichs riet sie zur Verwendung von Strohballen: "Sie sorgen auch bei Eis für Luft- und Sauerstoffzufuhr." Mit Schneeglöckchen als ersten Frühlingsboten wünschte Brigitte Grieß schließlich einen "grünen Daumen für den Frühling". Der Vortrag über Gräbergestaltung wird nachgeholt.
Weitere Beiträge zu den Themen: Eschenbach (13379)Oktober 2014 (9309)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.