"Wir brauchen noch etwas Zeit"

DJK-Coach Uwe Glaser (Zweiter von links) und sein junges Team stehen - wie auch das komplette Umfeld der DJK Neustadt - mit der ersten Regionalliga-Saison der Abteilungsgeschichte vor einer großen Herausforderung. Alle fiebern dem Saisonstart am Samstag um 17.30 Uhr in der Gymnasiumhalle gegen Mitaufsteiger Post SV Nürnberg entgegen. Bild: A. Schwarzmeier

Mit dem Aufstieg in die Regionalliga 2 gehören die Neustädter Basketballer mit Regensburg und Neumarkt zu den drei Top-Teams der Oberpfalz. Und stehen vor einer riesigen Herausforderung. Die Spannung steigt vor dem Saisonauftakt am Samstag in eigener Halle. Auch bei Coach Uwe Glaser?

Freuen Sie sich, dass es am Wochenende wieder losgeht?

Uwe Glaser: Natürlich. Fast ein halbes Jahr zwischen den zwei Spielzeiten ist schon ziemlich lang. Da wächst die Vorfreude auf die neue Saison von Woche zu Woche.

Die Vorbereitung lief wegen der Hallensituation und dem späten Trainingseinstieg der Neuzugänge nicht optimal. Ist das Team bereit?

Uwe Glaser: Der Kern der Mannschaft kennt sich und ist aufeinander eingespielt. Allerdings habe ich die Offensiv-Konzeption etwas geändert, daher wird das Team sicher noch etwas Zeit benötigen, bis alles wirklich rund läuft.

Benötigen die Akteure eine längere Anpassungsphase in der nächst höheren Liga?

Uwe Glaser: Es gibt ja einige Spieler im Kader, die schon auf dem Niveau oder noch höher - in der Regionalliga - gespielt haben. Auf sie kommt natürlich die Verantwortung zu, ihre Mitspieler zu unterstützen. Am Anfang wird es sicherlich noch einige geben, die sich an die höhere Intensität und Geschwindigkeit gewöhnen müssen, aber das sollte sich nach zwei, drei Spielen eingespielt haben.

Wie stark schätzen Sie die Qualität der Liga ein? Hat die DJK Neustadt das Potenzial, auf diesem Level mitzuhalten?

Uwe Glaser: Die Gegner sind sicherlich stärker als in der vergangenen Saison. Vor allem an der Spitze ist das ein ganz anderes Niveau, als wir es aus der Bayernliga gewohnt sind. Coburg beispielsweise hatte in der vergangenen Saison eine Starting-Five mit Spielern, die alle schon in der zweiten Bundesliga, der Pro B, aktiv waren. Und sie sind trotzdem nicht aufgestiegen. Allerdings gibt es einige Teams in der Liga, die durchaus unsere Kragenweite haben sollten.

Welche sind das?

Uwe Glaser: Die Mitaufsteiger Nürnberg und BC Dresden zählen zu unseren direkten Konkurrenten, BV Chemnitz 2 und Dresden Titans 2 sicherlich auch.

Worauf müssen sich die Spieler außerdem noch einstellen?

Uwe Glaser: Die größte Umstellung wird sicherlich sein, dass die Auswärtsfahrten weiter sind. Das sollte man nicht unterschätzen.

Worin liegen - auch mit Blick auf die gesamte Saison - die Stärken und Schwächen des Kaders?

Uwe Glaser: Wir haben einen großen Kader, vor allem wenn zur Rückrunde Lukas Bieber und Michael Kurz wieder im Team stehen sollten. Mit beiden kommt zudem auch wieder jede Menge Routine in die Mannschaft. Dass wir viele junge Spieler haben, ist zum einen natürlich ein Vorteil. Negativ könnte sich dabei aber deren mangelnde Erfahrung auswirken. Ein Problem ist sicherlich auch, dass wir überwiegend nur Freitags im Training komplett sind und so sehr wenig Zeit für taktische Änderungen zur Verfügung haben.

Welche DJK-Spieler können für Furore sorgen? Wem trauen Sie den größten Entwicklungssprung zu?

Uwe Glaser: Unser junger Center Jonas Meißner kann zu einem dominierenden Big Man der Liga werden. Adrian Saro hat in den bisherigen Vorbereitungsspielen und Trainingseinheiten angedeutet, dass er eine tragende Rolle spielen kann. Und ich hoffe natürlich, dass die jungen Spieler die positive Entwicklung der letzten Saison fortsetzen können.

Wie wird die DJK spielen? Bauen Sie auf die bewährte Taktik der vergangenen Saison oder setzen Sie auf neue Spielsysteme?

Uwe Glaser: Die Systeme wurden gegenüber der vorigen Spielzeit etwas angepasst, damit wir die Spieler aus Bayreuth, die nicht so häufig ins Training kommen, leichter integrieren können.

Wie entscheidend ist der "6. Mann" in der Regio 2? Kann die Fankulisse bei den Heimspielen in der Gymnasiumhalle ein Vorteil sein?

Uwe Glaser: Die Zuschauerzahlen sind dort sehr unterschiedlich - von 10 Fans bis zu mehreren 100 in Coburg. Die Spiele der zweiten Mannschaften werden aber in der Regel nicht wirklich gut besucht. Ich hoffe schon, dass wir durch unsere Fans einen kleinen Vorteil bekommen.

Welchen Satz möchten Sie nach dem Saisonfinale als Schlagzeile in den Medien lesen?

Uwe Glaser (lacht): Die DJK Neustadt beendet ihre erfolgreiche Saison mit einem Sieg gegen Würzburg.
Weitere Beiträge zu den Themen: September 2015 (7742)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.