"Wir gehören alle zusammen"

Bei einem Festgottesdienst feierten die Pfadfinder vom Sankt-Georgs-Stamm ihr 25-jähriges Bestehen. Bild: hia

So jung und dynamisch wie die Pfadfinder sind, so bunt gestalteten sie auch den Festgottesdienst anlässlich ihres 25. Gründungsjubiläums. Eine große Festgemeinde, darunter Gründungspfarrer Bernhard Müller und Abordnungen der Stämme Kulmain, Tirschenreuth und Marktredwitz, feierte mit dem Sankt-Georgs-Stamm.

"Schön, dass ihr da seid, und - vorweg - ihr schaut alles andere als alt aus", begrüßte Pfarrer Sven Grillmeier sichtlich stolz seine über 70 Pfadis. Er stellte in den Mittelpunkt des Gottesdienstes, Dank zu sagen für das Erlebte und für das, was das Pfadfindersein ausmache. Da sei es wichtig, sich dafür ausreichend Zeit zu nehmen, brachten die Pfadfinder beim Eingangslied "Komm' herein und nimm' dir Zeit" zum Ausdruck.

In der Dreifaltigkeitsgemeinde mit dem Pfarrheim als "Lebensmittelpunkt" haben sie ein Zuhause gefunden. "Wenn wir auftreten, werden wir manchmal skeptisch gefragt: Na, habt ihr eueren Pfad gefunden?", berichtete Kurat Robert Schultes. Doch es seien viele Dinge, mit denen sich die Pfadfinder beschäftigen. Das demonstrierten die Jüngsten, die Wölflinge. Sie brachten Wanderschuhe, Rucksack, Kompass, Regenjacke, Wegzeichen, Wanderkarte und Pfadfinderkluft an den Altar. Der Knoten des Halstuchs symbolisiere die weltweite Vernetzung der Pfadfinder: "Wir alle gehören zusammen", betonte Schultes. Über all dem stehe Christus als Orientierung und Wegzeichen. Entsprechend stimmte die Festgemeinde "Immer auf Gott zu vertrauen" und "Wer glaubt ist nicht allein" an. Die frühere Stammesvorsitzende Anna Hübner las die Lesung aus dem Jakobusbrief, Stadtpfarrer Bernhard Müller das Evangelium.

Die Fürbitten trugen Carina und Tizian Neubauer, Luca Kunnert, Jamie Eisenreich, die Kyrierufe Annalena Mancia Kuhbandner, Leonie Semba und Jonas Etterer vor. Mit einer Bilderpräsentation unterlegt, erläuterten die drei "Oldies" Silke Walter, Magdalena Hammon und Christian Trautner anhand dreier Höhepunkte der vergangenen Jahre, was man bei den Pfadfindern erleben kann. Als Beispiel nannten sie den alljährlichen Georgstag, bei dem die Stammesgruppen im Bezirk einen Tag lang in Wissens-, Geschicklichkeits- und Sportwettkämpfen die Jahresbesten ermitteln. Dabei machten sich Kinder und Jugendliche auf den Weg und wirken zusammen, um den richtigen Weg zu finden, betonte Walter. Die Leiter hielten sich im Hintergrund. "Am Ende finden sie immer den richtigen Weg."

Magdalena Hammon erinnerte an den dreitägigen Hike in Irland, der von schlechtem Wetter geprägt war. "Das schweißt zusammen", berichtete sie. Dank gediegenem Pfadfinderwissen um Zeltbau und Verpflegung trotzten sie dem Wetter und hatten trotzdem viel Spass. "Dank richtiger Ausrüstung haben wir den richtigen Schutz - dann stört das Drumherum nicht", resümierte Hammon.

Vom größten Ereignis 2014, der Teilnahme am Jamboree in Schweden, berichtete Trautner. Mit knapp 40 000 Pfadis aus 156 Nationen sei es ein unglaubliches Erlebnis für alle gewesen - nicht zuletzt wegen der Begegnung mit dem schwedischen König, dem man ein Halstuch überreichte. "So etwas bei und mit den Pfadfindern zu erleben, bleibt ein Leben lang in Erinnerung." In seiner Predigt arbeitete Pfarrer Sven Grillmeier die Gemeinsamkeiten des Pfadfinderseins und Christseins heraus. So wie die Pfadfinderkluft die Mitglieder international verbinde und zusammenschließe, so sei es unter den Katholiken das Taufkleid. "Wir haben alle unsere Kluft, in der es weder arm noch reich gibt", betonte der Geistliche.

Ein gutes Zelt und ein Schlafsack, - Dinge, die einen Schutz bieten - sei zu vergleichen mit dem schützenden Dach der Familie und Gemeinschaft. "Hier sind wir aufgehoben und geborgen", betonte Grillmeier. Der Geistliche wünschte den Pfadfindern, dass sie mit ihrer Ausrüstung, stets den richtigen Pfad im Leben und auf dem Weg zu Gott finden. Dabei sollten sie sich nicht von Umwegen entmutigen lassen.
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