"Wir werden wirklich gebraucht"

Rudolf Kraus (vorne, Zweiter von links) steht eine weitere Wahlperiode an der Spitze des Bezirksvorstands der Senioren-Union. Josef Pollak (vorne, rechts), wurde nach 16 Jahren im Vorstand verabschiedet. Dr. Bernhard Worms aus Nordrhein-Westfalen (Zweiter von rechts) sprach über aktuelle politische Themen. Bild: es

Rudolf Kraus bleibt weitere zwei Jahre Bezirksvorsitzender der Senioren-Union. Dabei kann er sich auf ein schlagkräftiges Team verlassen.

Neustadt/Wolfringmühle. (es) In der konstituierenden Sitzung im Hotel Wolfringmühle beschrieb Dr. Bernhard Worms aus Nordrhein-Westfalen, in Land und Bund jahrzehntelang politisch aktiv, und jetzt Präsident der Europäischen Senioren-Union, deren Bedeutung: "Wir werden wirklich gebraucht."

Für Kraus gehört Ehrgeiz zur Politik. Wenn jemand dabei ein Ziel verfolge, funktioniere das noch besser. In Josef Pollak vom Kreisverband Neustadt/WN hatte er einen wackeren Mitstreiter. Für seinen Antrag auf Angleichung der Löhne und Gehälter nach Preiserhöhungen an den Landtag hatten zwar alle Verständnis, doch habe der Staat beim Dialog von Gewerkschaften und Arbeitern nichts verloren. Pollak blieb bei seiner Forderung, dass die Interessen der unteren Einkommen stärker berücksichtigt werden müssen. Ihm dankte Kraus mit einer Medaille des Deutschen Bundestages für 16 Jahre engagierte Mitarbeit. Noch vor Weihnachten ist eine gemeinsame Sitzung von CSA und Senioren-Union geplant. Nach der Zusage von Europaabgeordnetem Albert Dess zum Thema Klima müsse erst noch ein Termin gefunden werden.

Mitentscheiden

"Wir wollen als Senioren-Union mitarbeiten, mitentscheiden und mitverantworten", war das Credo von Worms. Das sei weltweit auf Staat, Wirtschaft und Gesellschaft übertragbar. Konkret ging er auf Veränderungen in der Gesellschaft mit gigantischen technischen Möglichkeiten und auf weltweite Umschichtungen ein, forderte außerdem, dass politische Entscheidungen bis ins Letzte durchdacht werden sollen. Er prangerte an, dass eine Sozial-Union in Europa nicht gewollt sei. Kraus rechtfertigte ein Eingreifen des Staates im Sinne der Subsidiaritätsregelung. Integration, Werteverfall und ein Fehlen politischer Bindungen waren einige von mehreren Diskussionsbeiträgen. In der Haltung zur Kirche bejahe man einen Wandel, ohne aber die innere Einstellung zu verlieren. "In vielen Fragen sollten wir mit unserer Kraft einen internationalen Dialog eröffnen." Die nächste Sitzung ist am Donnerstag, 29.Oktober.
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