Wissenschaft hautnah erleben

Die Lehrerin erklärt bei einem Versuch die Eigenschaften des Wassers. Gespannt warten die Schüler, wie sich blaue Tinte auf die Flüssigkeit auswirkt. Bild: lba (2)

Unterricht kann ganz schön viel Spaß machen. Vor allem, wenn Schüler Teebeutel-Raketen zünden dürfen und mit Magnetismus experimentierten.

Luhe.(jup) Die Grundschule Luhe-Wildenau gestaltete am Mittwoch einen naturwissenschaftlichen Projekttag für die 120 Schüler. Organisiert hatten die Aktion die beiden Lehramtsanwärterinnen Kerstin Löffler und Katharina Pecher. Federführend war Pecher, die sich um die sechs Stationen kümmerte. Heuer stand alles im Zeichen der Naturwissenschaften. Es gab extra einen Raum für Experimente. Ziel war es, dass die Kinder in spielerischer Form die vier Elemente kennenlernen und physikalische sowie chemische Reaktionen selbst testen können. "Der Projekttag ist ein Highlight für die Schule", erklärte Schulleiterin Margit Walter.

Eltern aktiv dabei

Elternbeirat und einige Mütter unterstützten die Lehrer. Sie übernahmen eine Patenschaft und begleiteten die Kinder von Station zu Station, wo jeweils 20 Minuten zur Verfügung standen. Am Ende des Tages gab es einen gemeinsamen Abschluss in der Pausenhalle, wo die Schüler ihre Eindrücke teilten.

Die sechs Stationen deckten die Bereiche Luft, Verbrennung, Temperatur, Bauen und Konstruieren, Magnetismus und Wasser ab. Die Kinder lernten die Eigenschaften der Luft kennen. Sie erfuhren, welche Stoffe brennen und wurden mit der Sicherheit im Umgang mit Feuer geschult. Sie maßen Temperaturen, testeten, welche Gegenstände magnetisch sind und welche Stoffe sich im Wasser auflösen. Zudem arbeiteten die Schüler in Gruppenarbeit und versuchten, einen hohen Turm aus Papier und Klebeband zu bauen. "Unsere Kinder sind am Ende des Tages richtige Experten", fügte Walter an. Auch Elternbeiratsvorsitzende Susanne Braun war von dem Projekttag begeistert. "Es ist eine gute Sache, die Kinder sitzen sonst viel in der Schule und können sich jetzt mal aktiv bewegen", sagte sie. "Es sind auch Alltagssachen dabei, die sie jetzt wissenschaftlich erklärt bekommen und so auch verstehen können", fügte sie hinzu. "Im Unterricht ist dafür ja oft leider keine Zeit."

Positive Rückmeldungen

Die Buben und Mädchen fanden die Veranstaltung schön. Ihnen gefiel der Projekttag besser als der "normale" Unterricht und würden sich über eine Wiederholung freuen. Begeistert erzählten die Kinder der zweiten Klasse über ihre Erfahrungen.

Besonders gut gefiel dem achtjährigen Emil die Teebeutel-Rakete. Es wird ein Teebeutel angezündet, der in die Luft steigt und fliegt. Magdalena, ebenfalls acht Jahre alt, machte das Anzünden von Kerzen und Papier am meisten Spaß. Besonders überraschte Finn, dass die Temperatur des Wassers mit Eiswürfeln mindestens minus fünf Grad beträgt.
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