WM-Silber stolze Ausbeute

Walter Hierlmeier in seinem Element. Der 73-Jährige vergrößerte mit Silber in der Staffel seine bereits umfangreiche Sammlung von WM-Medaillen. Archivbild: hfz

Eine weitere WM-Medaille war die erfreuliche Ausbeute von Walter Hierlmeier bei der Senioren-WM in Skilanglauf im russischen Syktyvkar. Aber es gab etwas noch viel Wichtigeres als das erneute Edelmetall.

Altenstadt/WN. (dö) Walter Hierlmeier ist kein Weg zu weit, wenn es darum geht, WM-Medaillen zu sammeln. Der seit vielen Jahren erfolgreiche Altenstädter Senioren-Skilangläufer war auch im russischen Syktyvkar in der Loipe ein Erfolgsgarant für das deutsche Team. Vom WM-Ort, der nordöstlich von Moskau liegt und rund 1400 Kilometer von der russischen Metropol entfernt ist, kehrte er mit einer Staffel-Silbermedaille in die Oberpfalz zurück. Bei den Einzelstarts verfehlte er zwei Mal nur knapp weiteres Edelmetall.

Eigentlich genug Grund zur Zufriedenheit, aber am meisten freute sich der 73-Jährige, dass seine beiden künstlichen Kniegelenke diese enorme Leistung zuließen. "Das war für mich besonders spannend. Ich wollte es einfach wissen, ob die Gelenke halten", nennt er seine größte Herausforderung. Und wie sie hielten.

In der jüngeren Staffel

In den beiden Einzelrennen über 15 und 10 Kilometer blieben ihm als jeweils Vierter noch Medaillen versagt, doch holte er dies in der Staffel nach. Dabei startete er zwei Altersklassen tiefer bei den 60- bis 65-Jährigen. Zusammen mit Ferdinand Kraller aus Deisendorf/Oberbayern, der die beiden einzigen deutschen Goldmedaillen gewann und damit erfolgreichster DSV-Starter war, sowie den beiden Skatern Hans Raschke aus Berlin und dem Hessen Heinz Baltromejus, durfte sich Hierlmeier über die Silbermedaille freuen. Das deutsche Quartett musste sich in 57:43 Minuten zwar den Russen (55:15) geschlagen geben, distanzierte jedoch die drittplatzierten Norweger (58:23) wiederum klar.

Nicht ganz so gut lief es für den Altenstädter, der zusammen mit Bernhard Langer für den SC Mont Kaolino Hirschau startete, in den Einzelrennen. Wegen eines leichten Infekts musste Hierlmeier auf der Langstrecke über 30 Kilometer aussteigen. "Man muss seinen Körper kennen und auf ihn hören", beschreibt der erfahrene Skilangläufer seinen Erfahrungsschatz.

Unterm Strich hat sich für den Nordoberpfälzer die WM-Teilnahme gelohnt. "Die intensive Vorbereitung über den ganzen Sommer hat sich ausgezahlt. Ich habe mir selbst ein Programm zusammengestellt und dieses konsequent durchgezogen", freut sich Hierlmeier über sein WM-Abschneiden. Sein Lob galt dem russischen Olympia-Stützpunkt: "Das war für mich die bisher schönste WM." Und dies, obwohl die schweren Strecken mit "knackigen Anstiegen" und "höllischen Abfahrten" gespickt waren.

Ein bisschen erfolgreicher als Hierlmeier war sein Hirschauer Kollege Bernhard Langer, der Silber über 30 Kilometer gewann und jeweils Bronze über 45 Kilometer und mit der Staffel holte.
Weitere Beiträge zu den Themen: März 2015 (9461)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.