Wo Bartel(t) den Most holt
Angemerkt

Recht hat er, der als Schwabe geborene Oberbayer mit sudetendeutschen Wurzeln, der seit einem Jahr als Regierungspräsident den Ober-Oberpfälzer gibt. Möglicherweise tut man Axel Bartelt so salopp formuliert Unrecht - dann Pardon - denn, dass er hier angekommen ist, davon legte er am Freitag Zeugnis ab. Geistreich, kurzweilig und gewitzt verteilte der 58-Jährige seinem Wirkungsbereich und der angestammten Bevölkerung reihenweise Komplimente. Um nicht zu sagen, er sang das Hohelied auf die Oberpfalz.

Aber hat er da nicht eigentlich wirklich recht der Mann, wenn er den Oberpfälzern mit auf den Weg gibt, sie sollten stolz auf sich und ihre Region sein? Bartelt hat die Stärken erkannt - sei es auf der wirtschaftlichen Seite mit anhaltend niedriger Arbeitslosenquote. Oder auf der emotionalen Schiene mit dem Fleiß der Menschen, deren Bescheidenheit, aber auch Geradlinigkeit. Die ebenso sprichwörtliche Herzlichkeit sah der Sprecher bewiesen mit dem "großartigen Verhalten der Oberpfälzer" gegenüber den 4000 Flüchtlingen, die hier aktuell Zuflucht suchen. Wenn Bartelt dabei von einer geradezu unglaublichen Hilfsbereitschaft spricht, ist das keine Floskel: Er drückt so tiefste Anerkennung aus.

Damit hat Bartelt nicht nur - erfreulich kurz - geredet, sondern tatsächlich etwas gesagt, etwas ausgesagt! Wenn er dies außerhalb der Oberpfalz so beibehält, dann weiß man fortan im restlichen weiß-blauen Land hoffentlich, wo der Bartel(t) den Most holt.



Im Blickpunkt

Der Blick in die Menü-Karte

Amberg-Sulzbach. (ben) Als das Menü-Geheimnis am Freitag gelüftet wurde, standen die Gäste gerne erneut Schlange. Schließlich hatten sich Chefkoch Andreas Gallner (St.-Anna-Krankenhaus Sulzbach-Rosenberg) und sein Team alle Mühe gegeben, um die kulinarischen Erwartungen zu befriedigen. So fiel die Wahl nach Spinatcremesuppe mit Gorgonzola und Birnenwürfel nicht leicht: Denn es warteten geschmortes Rinderragout in Honig-Barbecue-Soße mit Rosmarinkartoffeln ebenso drauf, verköstigt zu werden, wie gegrillte Maispoulardenbrust ("Karibische Art") mit Palmherzen, Ananas und Basmati-Reis. Damit nicht genug, kamen neben gebratenem Lachsfilet auf Linsen-Gemüse mit Curry und Salat auch Mezzalune mit Kürbisfüllung in Austernpilzsoße samt Petersilienpesto und Salat auf die Teller. Das Sahnehäubchen setzten am Ende Apfel- und Topfenstrudel mit Vanillesoße.
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