Wölfe eine Nummer zu groß

Für die Blue Devils gab es am Freitag im Derby gegen den VER Selb nichts zu holen. Mit einem ungefährdeten 6:0-Erfolg nahmen die Gäste die drei Punkte völlig verdient mit nach Oberfranken. Hier hält Daniel Willaschek (hinten) den Selber Tom Pauker in Schach. Bild: Gebert

In einem einseitigen Derby zeigten die Selber Wölfe den Unterschied zwischen einer Spitzenmannschaft und einem Abstiegs- kandidaten deutlich auf. Die Blue Devils waren am Freitag chancenlos und zogen mit 0:6 den Kürzeren. Die Weidener sind jetzt zwei Heimspiele ohne Tor.

Weiden. (gb) Das Duell zwischen Schlusslicht Blue Devils Weiden und dem Tabellendritten VER Selb war eine klare Sache für die Gäste aus Oberfranken, die auch das vierte Aufeinandertreffen in dieser Saison für sich entschieden. Die Wölfe mussten nicht einmal ans Limit gehen, um mit 6:0 (3:0. 3:0, 0:0) die Punkte aus der Hans-Schröpf-Arena mitzunehmen. Nach dem peinlichen Auftritt beim 0:3 fünf Tage zuvor gegen den EHC Klostersee blieben die Devils erneut zu Hause ohne Treffer.

"Die Mannschaft hatte sich viel vorgenommen und war heute auch besser als letzte Woche", sagte Devils-Trainer Josef Hefner. Sein Team habe hart gekämpft, aber taktisch habe es gegen die starken Selber nicht gereicht. Gästecoach Cory Holden attestierte seiner Truppe eine gute Mannschaftsleistung über 60 Minuten. "Wichtig war, dass wir von Anfang an konzentriert, konsequent und diszipliniert gespielt haben."

Die Blue Devils spielten in den ersten acht Minuten fünfeinhalb in Überzahl, lagen zu diesem Zeitpunkt aber mit 0:2 zurück. Das Powerplay war zu harmlos und auf der Gegenseite war vor allem beim 0:1 viel Pech im Spiel. Die Scheibe prallte von der Bande unglücklich ab und Dennis Schiener (4.) brachte Selb in Führung. 34 Sekunden später war der Doppelschlag perfekt, als Dan Heilman (4.) aus Linksaußenposition, fast von der Bande aus, den verdutzen Daniel Huber überwand. Josef Hefner nahm eine Auszeit, gebracht hat es nicht viel. In der 16. Minute leistete sich dann Keeper Daniel Huber einen Fauxpas: Jari Neugebauer schlenzte die Scheibe vors Tor, die sprang vor Huber auf und kullerte über die Linie. "Das waren drei dumme Gegentore", klagte Josef Hefner und Cory Holden sprach von einem entscheidenden Vorsprung nach dem ersten Drittel.

In Abschnitt zwei gingen die Devils aggressiver zur Sache. "Wir haben gekämpft und nochmal alles versucht. Doch Selb hat zugeschlagen, als wir besser ins Spiel gekommen sind", erklärte Hefner. Jared Mudryk (25./ Überzahl und 34.) erhöhte auf 5:0 und machte alles klar. Zwischen den beiden Toren waren die Devils fast zwei Minuten mit zwei Mann mehr auf dem Eis, doch außer einem Pfostenschuss von Ralf Herbst sprang nichts heraus. Auf der Gegenseite machte Michael Maaßen in Überzahl das halbe Dutzend voll (37.).

Die Fans verabschiedeten die Mannschaft mit Pfiffen in die Kabine und einige enttäuschte Zuschauer verließen schon in der zweiten Pause das Stadion. Für Selb war es längst ein Trainingsspiel. Die Gäste spielten das Match ganz locker zu Ende.

Gegen zwei Spitzenteams

Am Sonntag sind die Devils spielfrei, dann treffen sie auf zwei weitere Topteams. Am Freitag, 20. Februar, gastieren die Bayreuth Tigers, zwei Tage später geht es zu Spitzenreiter EHC Freiburg. "Wir werden uns nächste Woche nicht spezifisch auf diese Gegner vorbereiten. Der Fokus liegt klar auf der Vorbereitung für die Play-downs", erklärte Josef Hefner.
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