Wolfgang Kuske feiert "topfit" 85. Geburtstag
Sandkastenliebe tatsächlich geheiratet

Auch nach 63 Jahren Ehe verstehen sich Wolfgang Kuske und Ehefrau Ingrid noch prächtig, wie man sieht. Von links: Herrmann Mertel von der Raiffeisenbank, Wolfgang Kuske und seine Ingrid und 2. Bürgermeister Richard Leißner. Bild: rrd
Vor 85 Jahren erblickte Wolfgang Kuske in Hamburg das Licht der Welt und bereits mit sechs Jahren wusste er, wen er heiraten wollte. Die Kinderlandverschickung während des Krieges beeinflusste sein späteres Leben entscheidend. Der Jubilar steht mit beiden Beinen fest im Leben, die 85 Lenze sieht ihm keiner an. Im schmucken Haus auf der Steingrube in Eschenfelden genießt er zusammen mit seiner Frau Ingrid seinen Lebensabend. Schon im Sandkasten sagte er seiner Ingrid, dass er sie später einmal heiraten wolle.

Lehre als Hufschmied

Die beiden Elternpaare waren befreundet und wohnten auch in Hamburg nicht weit voneinander entfernt. Es kam sogar soweit, dass beide Stiefgeschwister wurden, da sein Vater die Mutter seiner Frau heiratete. Von 1940 bis 1944 kam der junge Wolfgang im Alter von gerade mal elf Jahren alleine nach Eschenfelden, um vor dem Bombenhagel in Hamburg geschützt zu sein. Nach dem Schulbesuch begann er sogar noch für ein Jahr eine Lehre beim Hufschmied in Eschenfelden. Der dort gelernte Umgang mit Pferden verhalf ihm zu einem glimpflich verlaufenden Einsatz beim sogenannten Volkssturm. Im heimatlichen Umkreis half er mit dem Pferdefuhrwerk bei der Versorgung der Bevölkerung mit.

Dialekt gelernt

Der in den vier Jahren gelernte bayerische Dialekt öffnet dann auch später im Berufsleben so manche Tür. Als Beschäftigter in einem Ingenieurbüro war Kuske meist im Außendienst im bayerischen Raum eingesetzt. Zuerst war es nur ein Urlaub, weil Wolfgang Kuske Eschenfelden und alte Schulkameraden wieder sehen wollte. 1966 kauften sich Kuskes dann ein Grundstück in Eschenfelden und 1974 entstand innerhalb eines Urlaubs darauf ein Haus.

In der Zwischenzeit war ihr einziger Sohn mit 18 Jahren tödlich verunglückt und dies machte es auch leichter, die Brücken in Hamburg abzubrechen und ganz nach Eschenfelden zu ziehen. Mit Adoptivtochter Steffi kam wieder Leben ins Haus, zwei Enkeltöchter halten die Großeltern in Schwung. Gerne plaudert Wolfgang Kuske über seine Bauaktivitäten, die sich nicht auf das eine Haus beschränkten. Da kann er sich auch schon mal in Rage reden, wenn nicht alles läuft wie es sein soll. Seine Briefmarkensammlung bietet dann wieder den richtigen Ausgleich dazu. Neben vielen anderen Gratulanten überbrachte Richard Leißner, 2. Bürgermeister der Gemeinde Hirschbach, die Glückwünsche auch im Namen von Bürgermeister Hans Durst und dem Gemeinderat. Herrmann Mertel, selbst Gemeinderat, sprach im Namen der Raiffeisenbank die Glückwünsche aus. Die Sulzbach-Rosenberger Zeitung schließt sich diesen Glückwünschen gerne an.
Weitere Beiträge zu den Themen: Eschenfelden (560)Dezember 2014 (1863)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.