"Wollen nur Mitspracherecht"

Nachdem einzelne Gemeindeteile ihr Wasser von der Stadt Mitterteich beziehen, war der dortige Bürgerentscheid am 8. März ein Thema im Gemeinderat. Erneut wurde beklagt, dass die Leonberger kein Stimmrecht haben.

Bürgermeister Johann Burger betonte, dass es vor dem Entscheid keine genauen Zahlen geben kann, welche Kosten auf die Hauseigentümer zukommen. Helmut Kipferl (Freie Wähler) sagte: "Wenn Orte verpflichtet sind, das Mitterteicher Wasser zu nehmen, dann haben sie doch auch Rechte." Er äußerte sein Unverständnis, dass die betroffenen Bürger nicht alle am Bürgerentscheid teilnehmen können.

Benjamin Haberkorn (CSU) pflichtete ihm bei: "Wir wollen doch nur ein Mitspracherecht, nicht mehr und nicht weniger." Michael Wohlrab (Freie Wähler) regte an, die bestehende Zweckvereinbarung überprüfen zu lassen: "Das ist doch nicht mehr zeitgemäß. Die Pleußener Bürger dürfen mitentscheiden, obwohl sie gar nicht betroffen sind, und wir nicht, obwohl wir betroffen sind." Max Ernstberger (CSU) kritisierte: "Wir müssen das Ergebnis des Bürgerentscheids auf Gedeih und Verderb hinnehmen." Bürgermeister Johann Burger sicherte zu, die Vereinbarung überprüfen zu lassen.

Um zwölf Personen geschrumpft ist die Einwohnerzahl im vergangenen Jahr. Am 31. Dezember 2014 zählte Leonberg genau 1021 Einwohner. In der Gemeinde kamen zehn Kinder zur Welt, vierzehn Personen starben, gab Burger bekannt.

Bereist bestellt sind die Handsprechfunkgeräte für die gemeindlichen Feuerwehren. Ein genauer Liefertermin ist noch nicht bekannt. Zur Abrechnung für die Feuerwehren teilte Johann Burger mit, dass auch künftig alle Einsätze in Papierform oder per E-Mail bei Sachbearbeiterin Astrid Häring (VG Mitterteich) abgewickelt werden sollen. Die Gemeindehomepage soll demnächst auf den neuesten Stand gebracht werden.

Fortsetzen will die Eon im Frühjahr die Stromverkabelung im Gemeindegebiet. Der Abschluss ist noch heuer geplant. Wieder voll einsatzfähig ist der Winterdienststreuer, nachdem das Gerät nochmals überprüft wurde, teilte der Bürgermeister mit. Künftig werde die Firma Alois Wölfl (Pfaffenreuth) den gemeindlichen Geräte- und Fuhrpark überprüfen. Max Ernstberger fragte nach dem aktuellen Stand in Sachen Windräder. Die Gemeinde stehe voll und ganz hinter der 10-H-Regelung der Staatsregierung, machte der Bürgermeister dazu deutlich.
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