Wortmeldungen

Im Anschluss an die Ausführungen von Bürgermeister Peter König, meldeten sich einige Bürger zu Wort. Josef Schraml (Friedenstraße) beklagte die massiven Rodungen und Umgangsformen der Forst AG Ebnath. König nahm diese Ausführungen zur Kenntnis, sah seine Einflussmöglichkeiten jedoch beschränkt. "Wir sind auf ein gutes Miteinander aus. Jeder ist in seinem Eigentum auch sein eigener Herr." Zudem hätte die AG bereits sehr viel Geld ins Waldwegenetz investiert. Pfarrer Hans Riedl warf ein, dass er nur positive Erfahrungen mit der Forst AG machte. Sowohl bei Ausflügen des Kindergartens als auch bei Bittgängen sei ihm deren Hilfsbereitschaft aufgefallen. Günther Franz sorgte sich um die Anlieger der Media-Brache und befürchtete gesundheitsgefährdende Austritte. König wies die Bedenken zurück und verwies auf die Kohlefilter.

"Das Grundwasser muss gereinigt werden und alle Schritte werden streng begleitet." Weitere Messstellen seien nicht nötig. Pfarrer Hans Riedl beklagte die Parkplatzsituation und den beschwerlichen Weg gerade für ältere Personen zum Ärztehaus. Der Bürgermeister schrieb diesen Zustand einzig und allein der Baustelle zu. "Ist der Parkplatz für das Senioren-Wohnheim fertiggestellt, bessert sich sie Situation schlagartig." Rolf Heinl wollte wissen, ob es unbedingt nötig sei, die Abwassergebühren zu senken. Er befürchtete für den Fall einer nötigen Kläranlagen-Sanierung, einen größeren Nachschlag. "Die Gebühr darf nur kostendeckend sein. Das ist gesetzlich geregelt. Eine Bauchentscheidung sei nicht in Ordnung", erwiderte Peter König.

Günther Franz fragte, ob es als Bahnhof-Eigentümer der Gemeinde möglich ist, dem Vandalismus auf dem Grundstück zu begegnen. Vor allem das beschädigte Wartehäuschen oder die Graffiti in der Unterführung seien störend. "Wir können die Bahn AG nur darauf hinweisen, weil die Beschädigungen an der Bahn-Station sind", sagte König. Er verwies auf die kostenintensive Beseitigung von Schmierereien. Bei steigenden Unterhaltskosten prüfe die Bahn auch, ob die Wirtschaftlichkeit der Haltestelle weiter gewährleistet ist. "Ich kann nur an die Vernunft aller Bürger appellieren, diesen wichtigen Faktor nicht leichtfertig aufs Spiel zu setzen." Margit Nelleßen wies darauf hin, dass die Umleitungsstrecken der Ortskernsanierung erheblich gelitten hätten und wie diese Schäden behoben würden. "Wir haben bereits im Vorfeld ein Büro mit der Beweisführung beauftragt. Sobald dessen Bericht die Schäden dokumentiert, werden die beteiligten Firmen und Auftraggeber die Kostenbeteiligungen und Sanierungen abklären", erklärte Peter König.

Günther Franz beklagte die Deformierungen auf Gehsteigen, weil Lkws teilweise komplett darauf abgestellt würden. Die Bauleitung sei laut König schlicht schwer zu kontrollieren und die Überwachung technischer Details erfolge lediglich stundenweise.

Josef Schraml (Friedenstraße) wollte wissen, wie es um die Zukunft der Ärzte in Neusorg stehe. "Die Gemeinde kann die Nachfolge nicht alleine lösen. Das kommt auch auf die Kassenärztliche Vereinigung an." Es gebe nicht zu wenig Ärzte, nur zu wenige, die aufs Land wollten. Daniela Burger vom Kinderhaus St. Josef dankte der Gemeinde abschließend für die wohltuend unkomplizierte Zusammenarbeit. (fle)
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