Würde der Frau Muslimen heilig

Annette Erös (rechts) referierte über den Islam und die Rolle der Frau sowie über Afghanistan. Anita Heßler (links) und Frauenbund-Vorsitzende Doris Baumann überreichten ihr eine Spende vom Missionskreis. Bild: rgr

Als Frauenbund-Vorsitzende Doris Baumann den Termin mit Annette Erös vereinbart hatte, war das Flüchtlingsproblem noch nicht so akut. Der Vortrag war eigentlich auf die Rolle der Frau im Islam ausgerichtet.

Grafenwöhr. (rgr) Die Referentin informierte über Afghanistan und die Lebenssituation der dort lebenden Menschen. Erös hat mit ihrer Familie drei Jahre lang im angrenzenden Pakistan gelebt.

Der Begründer des Islams, Mohammed, hat von 570 bis 632 gelebt. Die fünf Säulen des Islams besagen: "Es gibt keinen Gott außer Allah, und Mohammed ist sein Prophet." Weitere Propheten seien Adam, Noah, Abraham und Jesus. Der Koran sei das Wort Gottes. Die Sharia umfasse alle Lebensbereiche und bedeute "Weg zum Wasser".

Gastfreundliche Menschen

Afghanistan sei ein Land der Extreme mit Temperaturen von minus 50 Grad bis plus 50 Grad, berichtete die Referentin. Nur zehn Prozent des Landes sei bebaubar. Fünf Prozent der Bewohner, die in Städten wohnen, gehe es gut. Der Rest lebe in Slums. "Die Gastfreundschaft besitzt einen hohen Stellenwert, und die Strategie ist das Zusammenhalten. Es gibt eine hohe Müttersterblichkeit, fehlendes Trinkwasser und eine schlechte medizinische Versorgung sowie Unterernährung."

Die Muslima müsse für die Nachkommen sorgen und habe eine wichtige Stellung. Es gebe das Verbot der Tötung von weiblichen Babys. Auf die Wahrung der Ehre und Würde der Frau werde besonders geachtet, ebenso auf eine sittsame Kleidung. Der Mann dagegen versorge die Familie.

Erös sprach auch von der Toleranz der Muslime, denn es gebe in dem Land mehrere christliche Kirchen. Die Zahl der Flüchtlinge weltweit bezifferte Erös auf etwa 80 Millionen.

500 Euro für Kinderhilfe

Doris Baumann bedankte sich abschließend bei der Referentin. Anita Heßler überreichte Erös eine Spende in Höhe von 500 Euro vom Missionskreis, der für die Kinderhilfe Afghanistan verwendet werden soll. Diese hatte die Familie Erös 1998 ins Leben gerufen. Sie unterstützt vor allem Kinder und Frauen in Afghanistan mit schulischen und medizinischen Projekten.
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