Wunder von Pilsen: erfolgreiche Spendenaktion
Neue Glocken

Das Motto "Wir schaffen gemeinsam Kultur! Unsere Herzen schlagen für Pilsen. Die Kirchenglocken schlagen für alle!" hat Wirkung gezeigt. Geweiht sind die neuen Glocken, die am Eingang zur Kathedrale an einem Gerüst hängen, der Gottesmutter Maria, dem Heiligen Hroznata, Gründer des Klosters Tepl, und dem heiligen Johannes von Nepomuk. Bild: cr
Altenstadt/WN. (cr) Das Bistum Pilsen wurde erst 1993 unter Papst Johannes Paul II. errichtet. Die dominante Pfarrkirche St. Bartholomäus in der Mitte des Marktplatzes ist zugleich die Kathedrale des Bischofs Frantisek Radkovský. Vor rund zwei Jahren startete Pilsen einen Hilferuf, um die seit 1942 verschwundenen Glocken zu ersetzen.

Die Kathedrale wurde Ende des 13. Jahrhunderts vom Deutschen Ritterorden im gotischen Stil erbaut. Berühmt ist der mit 102,3 Metern höchste Kirchenturm der Republik. Im höchsten Stockwerk befinden sich die Glocken und darüber eine große Uhr. Doch es gibt eine große Lücke, von der bis 2012 kaum ein Pilsener eine Ahnung hatte. Die Nationalsozialisten hatten vier der fünf Glocken beschlagnahmt

Zur Unterstützung der Spendensammlung nahmen Pilsner Künstler ein Lied auf, zu dem der Bischof den Text gesprochen hat. Die Aktion steht unter seiner Schirmherrschaft. Ziel war es, mindestens für eine Glocke das Geld zusammenzubringen, um sie im Januar 2015 erklingen zu lassen.

Für die Herstellung der größten Glocke wurden über eine Million Kronen (etwa 40 000 Euro) benötigt. Spender von über 10 000 Kronen (400 Euro) erhielten ein Zertifikat, und ihr Name wurde als Dankeschön auf der Glocke eingraviert. Auch der Förderverein Goldene Straße hat einen Beitrag geleistet.
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