Xantl, Xantl noch einmal

Es ist der einzige Faschingsball, der sich in Mantel behauptet hat. Der Xantl-Ball der evangelischen Stammtischfreunde am Samstag war wie jedes Jahr der Renner.

Mantel. (sei) Bis die Mehrzweckhalle 1984 eingeweiht wurde, stieg der Xantl-Ball als schwarz-weiß Ball im Postsaal. Die Damen trugen Abendkleider und die Herren mindestens Anzug und Krawatte. Nun kommen alle kostümiert und haben nach wie vor ihren Spaß. Die "Steinwaldfüchse" heizten dem närrischen Volk mit heißen Rock'n'Roll-Nummern, "Fürstenfeld", Kreuzberger Nächte", "Fliegerlied" oder auch "Hey Baby" und "Sweet Caroline" ein.

Mäuse und Matrosen

Eine Polonaise schlängelte sich durch den Saal, und die Tanzfläche wurde von Mickey-Mäusen, Nonnen, Mönchen, den Wildecker Herzbuben und einigen Hippies bevölkert. Unter das närrische Volk hatte sich auch Bürgermeister Stephan Oetzinger mit Frau Barbara als Matrosenpaar gemischt. Xantl-Chef Harald Stengel kündigen die mit Spannung erwarteten Auftritte an. "Obwohl wir keinen Hubschrauberlandeplatz haben, lassen wir immer Berühmtheiten einfliegen", sagte Stengel. Diesmal brauste frisch aus Texas in den USA die Gruppe ZZ Top auf Harleys in den Saal und die drei bärtigen Herren (Lars, Richard und Thomas) brachten mit Bodymusic den Saal zum brodeln.

Da die Manteler Haidenaab ein gefährliches und reißendes Gewässer ist, in dem Rafting-Touren möglich sind, muss natürlich nach dem Amerikanischen Vorbild "Baywatch" eine neue absolut "weibliche" Noo-Watch-Truppe her, bestehend aus Markus, Toni, Oliver, Martin und Max. Die "heißen" Damen in ihren Badeanzügen zeigten natürlich was sie mit ihren Badeutensilien so alles drauf haben.

Ohne Orden in die Bar

Der Xantl-Ball ist ein Ball mit vielen Traditionen. So werden an verdiente Vorstandsmitglieder die Xantl-Orden verliehen. Diese bekamen am Samstag Toni Stengel, Harald Dobner, Oliver Pöhnl und Markus Schieder. Wer künftig beim Xantl-Ball ohne Orden aufkreuzt, muss den gesamten Vorstand in die Bar einladen. Dort gab es an Spirituosen alles, was das Herz begehrt.

Für Siegfried Janner war es der 27. Xantl Ball, den er besucht hat. Er ist sich mit Bürgermeister Oetzinger einig: "Da trifft man immer alte Bekannte, es ist sehr lustig - aber meistens ist halt auch der nächste Tag kaputt". Früher trafen sich die Ballbesucher, die bis zum Schluss übrig blieben, noch privat irgendwo zum Frühstück und gingen dann erst ins Bett, wenn es hell wurde, aber diese Tradition gibt es nun wohl nicht mehr. Jutta Lippik ist seit 1980 auf den Xantl-Bällen zu finden, sie war auch schon im Postsaal dabei. Das Mehrzweckhallenteam mit Reinhold Meier sorgte mit Schnitzel, Schaschlik oder Currywurst für die richtige Grundlage. Ein bisschen tobt der Fasching in Mantel schon noch. Der Frauenclub hält Anfang Februar sein Faschings-Kaffeekränzchen, am Faschingssonntag zieht ein Gaudiwurm durch den Markt. Der Trachtenverein beendet die närrische Saison am Faschingsdienstag mit dem Kinderfasching in der Mehrzweckhalle.
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