Zahlen aus der Kriminalstatistik der Polizeiinspektion Tirschenreuth für 2014

3095 Vorgänge insgesamt haben im vergangenen Jahr die Mitarbeiter der Polizeiinspektion beschäftigt, 976 fanden Einzug in die "Polizeiliche Kriminalstatistik". Trotz der Zunahme um 2,7 Prozent zeichnet die Statistik im Osten des Landkreis ein durchaus beruhigendes Bild.

Fälle je Einwohner

Bezogen auf die Einwohnerzahl errechnen sich im PI-Bereich nämlich 33 Fälle auf je 1000 Einwohner. Im Regierungsbezirk sind das schon 45,1 und in Bayern gar 57,6.

Dabei finden sich bei den Kommunen sehr unterschiedliche Werte, zum Teil aufgrund der Einwohnergröße oder örtlicher Besonderheiten: Bärnau 27,2, Falkenberg 18,81, Friedenfels 13,36, Fuchsmühl 9,64, Mähring 25,18, Plößberg 11,29, Tirschenreuth 49,57, Waldershof 22,52 und Wiesau 52,07.

Fälle je Ortschaft

Die Schwerpunkte der Straftaten lagen mit 444 Fällen (45%, +5,6%) im Stadtgebiet Tirschenreuth. Die Fallzahlen aus den weiteren Orten (in Klammer Anteil an Gesamtaufkommen in Prozent): Wiesau 213 (21,8, -3,5), Waldershof 97 (9,9), Bärnau 87 (8,9), Mähring 46 (4,7), Plößberg 37 (3,8), Falkenberg 18 (1,8), Friedenfels 17 (1,7), Fuchsmühl 16 (1,6). Bei den 528 ermittelten Tätern waren 418 über 21 Jahre. 344 Täter stammen aus dem Landkreis.

Drogenkriminalität

Beim Sicherheitsgespräch mit den Vertretern der Kommunen ging PI-Chef Werner Schönfelder auf die verschiedenen Bereiche ausführlich ein. So finden sich bei der Drogenkriminalität in der Statistik 64 Delikte (- 25), bei denen überwiegend Cannabis und Amphetamin oft von Wiederholungstätern konsumiert und geschmuggelt wurden. Auffällig ist die Dichte der Konsumenten in unserem Raum mit dem Schwerpunkt in Weiden. Bei den Crystal-Konsumenten fänden sich landesweit etwa ein Drittel in Nordbayern.

Gewaltdelikte

Bei den Gewaltdelikten (Mord, Totschlag etc.) verzeichnete Schönfelder einen Anstieg um 9 auf 29 Taten, freilich ist kein Tötungsdelikt darunter. Eher der "Rohheit" zugerechnet werden dann 160 Delikte (plus 29 Fälle) der Körperverletzung. Nicht selten führt der Weg der Polizeibeamten zu Discotheken. Oft ist auch Alkohol Triebfeder für die Auseinandersetzungen. Für den PI-Chef erfreulich ist die Aufklärungsquote von 97,5 Prozent.

Tatmittel Internet

Mit 9,8 Prozent sind die Vermögensdelikte in der Statistik verzeichnet (Aufklärungsquote 76%). Vielfach wurde als Tatmittel das Internet eingesetzt. Schaden rund 180 000 Euro. Die Sachbeschädigungen sanken um 17 auf 112 Fälle. Oft passieren die Vorfälle nachts, in der Regel ohne Zeugen. Die Aufklärungsquote konnte 2014 allerdings um 20 auf 40 Prozent gesteigert werden.

Einsatz in Sammelunterkunft

Gegen die Straßenkriminalität (27 Fälle) will die Polizei verstärkt Fußstreifen einsetzen, aber auch die Bürger sensibilisieren. Immer wieder vor Ort ist die Polizei (45 Einsätze, Vorjahr 27) in der Asylbewerberunterkunft bei Tirschenreuth. Hier hätte eine kleine Gruppe Georgier durch Eigentumsdelikte auch in der Region Probleme bereitet. Da sich diese Bewerber zwischenzeitlich abgesetzt haben oder sich in U-Haft befinden, hätten sich die Belastungszahlen wieder entspannt. (ws)
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