Zahlungsmoral verärgert Sportler

Sehr zufrieden mit den Aktivitäten der Sportvereinigung zeigte sich Vorsitzender Bernd Deubzer bei der Jahreshauptversammlung. Kritische Worte richtete er jedoch an Schulverbandsvorsitzenden Albert Nickl.

Neustadt am Kulm. (ww) Angesichts der laufenden Ausgaben sei der mitgliederstärkste Verein der Kulmstadt auf gewisse Einnahmen dringend angewiesen, erklärte Bernd Deubzer. So auch auf 2009 vertraglich vereinbarte Zahlungen des Schulverbandes für die Nutzung der Sporthalle und des Fußballplatzes. Dessen Vorsitzenden Nickl warf er vor, diese Gelder in sehr unregelmäßigen Abständen anzuweisen.

Im Vorjahr habe der Speinsharter Bürgermeister drei Zahlungen zusammenkommen lassen. Angeblich, so Deubzer, habe Nickl keine Zeit gehabt. Auch habe er die vereinbarten Zahlungen um 500 Euro gekürzt, weil die Kinder ja weniger geworden seien und die Turnhalle nicht mehr so oft benötigt werde. Dies könne man nicht gelten lassen, betonte Deubzer. Zum einen seien Verträge da, um eingehalten zu werden. Zum anderen müsse der Verein die Turnhalle vorhalten, heizen und auch putzen, unabhängig von der Anzahl der Kinder.

Die SpVgg habe auf die Nichtbezahlung reagiert und den Schulverbandsvorsitzenden unter Fristsetzung angeschrieben. Bisher habe sich dieser weder schriftlich noch telefonisch gemeldet. Vergeblich habe der Verein auf ein klärendes Gespräch gewartet.

In seinem Rückblick ging der Vorsitzende auf den sehr gut angenommenen Skiausflug nach Dorfgastein/Maria Alm sowie den Ausflug ins Zillertal ein, die Anja Kroher und Thomas Fischer sehr gut organisiert haben. Einmal mehr habe der Sportlerball gezeigt, dass Neustadt keine Faschingshochburg ist. Sehr gut angenommen worden sei dagegen das Kesselfleischessen.

Deubzer informierte, dass die Volkshochschule in der Mehrzweckhalle verschiedene Kurse abhält. Um Stromkosten zu sparen, werde im Sportheim auf LED-Leuchten umgestellt. In Kürze werden die Arbeiten an der Terrasse am Sportheim abgeschlossen. Die Bandenwerbung sei erneuert und neue Werbepartner gefunden worden.

Überwachung mit Kameras

Finanziell gesehen, sei dies für den Verein sehr wichtig. Die SpVgg unterhalte unter anderem die beiden Fußballplätze, habe 3800 Euro für Reparaturen und Unterhalt der Geräte gestemmt und im neuen Fußballplatz eine Beregnungsanlage für 16 000 Euro einbauen lassen. Einen Zuschuss oder eine Förderung habe es hierfür nicht gegeben. Hinzu kommen zwei neue Fußballtore für rund 1500 Euro. Zudem habe der Vorstand aufgrund der erhöhten Anzahl von Einbrüchen in Sportheimen beschlossen, Überwachungskameras zu installieren.

Deubzer dankte allen Helfern, ob bei Festen oder bei den Heimspielen der Fußballmannschaften. Besonders hob er hier Anja Kroher und Thomas Fischer hervor. Schriftführerin Melanie Buttler berichtete von sechs Vorstandssitzungen. Aktuell gehören der SpVgg 332 Mitglieder an. Laut Kassier Harald Wagner ist trotz der beträchtlichen Ausgaben sehr gut gewirtschaftet worden. Die Revisoren Peter Porsch und Rudi Gröger bescheinigten dem Schatzmeister einwandfreie Buchführung.

Bürgermeister Wolfgang Haberberger dankte für die Mithilfe beim Bürgerfest und für die Nachwuchsarbeit. Das Stadtoberhaupt stellte in Aussicht, dass die Straßenbeleuchtung beim Sportheim auf LED umgestellt wird und erinnerte daran, dass die Stadt in den vergangenen Jahren, zum Beispiel beim Bau der Zufahrt und der Parkplätze sowie beim Umbau der Halle, finanziell viel für den Verein getan habe. Zudem sicherte Haberberger weiterhin einen Zuschuss der Stadt in Höhe von 1000 Euro für die Wasserkosten zu.

In Sachen Zahlungen des Schulverbandes versprach er, mit Nickl ein klärendes Gespräch zu führen beziehungsweise gemeinsam die Sachlage zu besprechen.

Das Totengedenken zu Beginn der Versammlung galt besonders Gerhard Burucker und Johannes Schindler.
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