Zahn der Zeit nagt an der Kirche

1935 war Grundsteinlegung für die Josefskirche. Auch das Gebälk des Turms muss behandelt werden, weil es vom Holzwurm befallen ist.

Mit ein paar Kübeln Farbe ist es nicht getan. Der Zahn der Zeit nagt schon gewaltig an der fast 80 Jahre alten Josefskirche in Hütten. Nicht nur Feuchtigkeit hat sich ausgebreitet.

Die Bodenplatten sind morsch und im Kirchturm hat der Holzwurm seine Spuren hinterlassen. Auch die Heizung und die Elektroinstallation müssen vollständig erneuert werden.

"Eigentlich wollten wir nur tünchen. Aber es sollte ganz anders kommen. Nach einer vierjährigen Vorausplanung sind die Sanierungsmaßnahmen aber jetzt in vollem Gang", berichtete Kirchenpfleger Josef Panzer. Zur wöchentlichen Baubesprechung traf er sich mit Diplom-Ingenieur Mirko Bertl vom Architekturbüro Juretzka aus Weiden und weiteren Verantwortlichen.

Im September wurde mit den Renovierungsarbeiten begonnen. "Die alten Nebenräume wurden entkernt. Auch die 30 Jahre alte Heizung wurde erneuert und läuft bereits wieder. Die Firma Nachtmann aus Speichersdorf hat sie mit einem 40-Kilowatt-Ölbrenner ausgestattet. Die Altäre im Kirchenschiff wurden ausgelagert.

Altarraum wird größer

Der Altarraum soll um zwei Meter vergrößert werden. Von der Firma Glapor aus Mitterteich stammt der Glasschaumschotter, der 20 Zentimeter tief in den Boden eingelegt wurde", beschreibt Bertl den Sachstand. Mit der Renovierung erhalten die Gottesdienstbesucher künftig auch einen Gang an der linken Seite der Kirche. Die zwei Kinderbänke fallen weg. Die alte Farbschicht an den Wänden wird abgetragen. Das Gebälk des Kirchturms muss wegen der Wurmstichigkeit behandelt werden. Arbeiten sind auch an der WC-Anlage und an der Orgel nötig. Es wird außerdem eine Anzeigentafel für die Lieder eingebaut. Das Schmuckstück wird der neue Altar sein. "Die Aufträge gehen an Firmen aus der Region", versprach Bertl. Die Kirchenmalerarbeiten erledigt die Firma Krämer aus Tirschenreuth, die Zimmererarbeiten die Trockenbaufirma von Ingmar Balk aus Weiden und die Elektroarbeiten die Firma Wohlrab aus Eschenbach. Die Statik berechnet die Firma Krämer aus Neustadt/WN. Außerdem beteiligt ist das Planungsbüro Reger aus Kulmain.
Weitere Beiträge zu den Themen: Hütten (506)November 2014 (8193)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.