Zankfelder und Zankmühle

Irritationen bei der Markierung des Grenzverlaufes zwischen Friedrichshäng und Bügellohe in den Jahren 1774 und 1777, wie sie von Erwin Hofmann im Geschichtlichen Jahresband von 1998 des Landkreises festgehalten sind, kamen bei der Wanderung des OWV-Zweigvereins Stadlern zur untergegangenen Nachkriegssiedlung Plößerlohe ins Gespräch.

Es geht darin um den Plößer Müller Sperl, der 1774 den Grenzkommissar falsch führte, damit der Mühlwald am Weißbach und sein Besitz nach Böhmen geraint wurde. Schlitzohrig behauptete er dabei, dass er (wegen der Gartenerde in seinem Stiefel) immer schwören könne, auf eigenem Boden zu stehen. Von Geistern seiner Vorfahren gepeinigt, ließ er eine Kapelle errichten und beanspruchte einen Franziskaner zur Bannung der Geister. Es entstanden viele Geschichten und Legenden um seine Person, wobei die der veränderten Grenzinformation gewissermaßen protokolliert wurde. Die Plößer Mühle fiel dadurch ins Nachbarland und die Auseinandersetzungen dürften ein Resultat zur Bezeichnung der unmittelbar an der Grenze gelegenen "Zankfelder" und "Zankmühle" sein. (gl)
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