Zarte Klänge in altem Gemäuer

Von Herzen kamen das l Singen der Kinderchöre bei der "Herbstballade" der Musikschule im Vierstädtedreieck im Gewölbe des historischen Malzhauses der Stadt Eschenbach. Bild: do

Kleine Musiker hatten ihren großen Auftritt in altem Gemäuer. Im Malzhaus ließ die Musikschule im Vierstädtedreieck die Herbstzeit mit einer "Ballade" ausklingen. Mit den Instrumentalisten verbreiteten sich Adventsstimmung.

Die jungen Menschen sollten, so lehrte Platon, früh das Musizieren lernen, um die Stimmigkeit und die Harmonie im Herzen zu schärfen. Und so entwarf Musikschulleiter Joachim Steppert einen Bildungsplan, in dem das Musizieren Freude macht. Im 400 Jahre alten Malzhaus der Stadt Eschenbach erklang die "Herbstballade".

Drei Kinderchöre, die "VoiceKids" und der Jugendchor bezauberten mit einer musikalischen Reise durch den Herbst und ließen von der Weihnachtszeit träumen. Das Repertoire reichte von "Wind, der alten Musikant" bis zu "We shall overcome", das an die Bürgerrechtsbewegung in den USA erinnerte. Balladen, etwa "Lemmon Tree" und das zu Weltruhm gelangte "California dreamin", begeisterten die zahlreichen Besucher.

Dem temperamentvollen Chorgesang im Gewölbe des Malzhauses folgten unter dem wuchtigen Gebälk des Theaterraumes im Dachgeschoss zarteste Klänge. Fortan bestimmte kontrastreiche Klaviermusik den Abend, kostbar ergänzt durch einen variantenreichen Klangwechsel auf der Gitarre und mit Altblockflöten.

Mit eher meditativen Satzbildern begann der zweite Konzertteil mit "Herbststimmung", "November Rain" und "Tanzenden Regentropfen". Die "Wellenreiter" erinnerten noch einmal an den vergangenen Wüstensommer und auch "Katanga", "Traumtänzer" oder "Zauberbaum" versetzten das Publikum in heiteres Schwelgen.

Schließlich bestimmten glitzernde "Sternennächte" und heller "Mondenschein" den balladenhaften Liebeszauber. "With Love from" gab den Flöten beste Möglichkeiten zur tonreichen Gestaltung und bei "Katanga" konnten die Gitarristen ihre gute Ausbildung unter Beweis stellen. Musikschulleiter Joachim Steppert und die Musikpädagogen Marie Langgärtner, Hartmut Gebelein und Tomas Hanzlicek hatten für ihre Schützlinge am Klavier, an der Gitarre und mit der Altblockflöte und für das Publikum, das ganz überwiegend aus den Eltern der kleinen Künstler bestand, ein niveauvolles Programm vorbereitet, das vom ersten Ton an beeindruckte.
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