Zauberhaft, auch ohne Winter

In der romantischen Kulisse von Burg Trausnitz stießen die "Pfreimdtal Bläser" kräftig ins Horn. Bild: bnr

Seinem Namen "Winterzauber" konnte der Weihnachtsmarkt auf Burg Trausnitz nur bedingt gerecht werden. Dafür erlebten die vielen Besucher eine Atmosphäre, die sie so schnell nicht vergessen werden.

Trausnitz. (bnr) Eine prächtig illuminierte Burganlage, Ritter mit ihren Fackeln auf der Brücke, Trommler und Fanfaren am Burgtor. Dazu gespenstisch aufsteigender Nebel aus dem Pfreimdtal - ein Bild, wie es nur die Natur zaubern kann. Die gesamte Burganlage zeigte sich von ihrer schönsten Seite.

Alles aufgeboten

Die Trausnitzer Gastgeber hatten auch alles aufgeboten, um ihren Gästen ein unvergessliches Erlebnis zu bieten. Allein schon der herrlich geschmückte Christbaum im Burghof und die vielen Buden mit ihrem reichhaltigen Angebot an Essen und Trinken waren eine Augenweide. Die "Ludwigsritter" hatten ihr Lager im Burggraben aufgeschlagen und bereiteten eine wohlschmeckende Feuerzangenbowle zu, während am "runden Platz" ein Lagerfeuer loderte. Die Organisatoren hatten einen Blick fürs Detail. Schon beim Betreten der Burg war die Luft mit betörendem Duft geschwängert. Marketenderinnen boten hier ihre Ware feil. Verteilt über drei Stockwerke waren Kunsthandwerker der verschiedensten Richtungen zu finden. In den vielen Ecken und Nischen zeigten Maler ihre Werke, Holzschnitzer fertigten weihnachtlichen Schmuck, aber auch mit Metall und Wolle wurden exklusive Gegenstände hergestellt. Viel bewundert wurden die kunstvollen Keramikgefäße und die Arbeitsweise einer Klöpplerin.

Die Mischung macht's

Im Speisesaal konnten die Besucher die Krippenausstellung bewundern. Aufgelockert wurde diese durch die nostalgische Spielzeugsammlung, die Franz Schmauß zur Verfügung stellte. Gerade ältere Besucher sahen sich in ihre Kindheit zurück versetzt. Aber auch die Kinder wurden nicht vergessen. Zu seinem Namenstag besuchte der Nikolaus den "Winterzauber". Der Christbaum im Burghof war der Treffpunkt der Musikanten. Mal spielte "Bayrisch Blech" bekannte Weihnachtslieder, dann stießen die "Pfreimdtal Bläser" ins Horn. Wer sich gerne zu einer Unterhaltung zusammen setzen wollte, der fand in der Jägerhütte eine gemütliche Ecke.

Die schwierigste Aufgabe hatte die Feuerwehr zu bewältigen. Sie musste den vielen Besuchern Parkplätze zuweisen. Bereits nach zwei Stunden meldete der Kommandant: "Trausnitz befindet sich im friedlichen Ausnahmezustand."
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