Zehn Prozent mehr

Künftig dürfen mehrere Bestattungsunternehmen - und nicht nur ein einziges - auf dem städtischen Friedhof ihrer Tätigkeit nachgehen. Der Stadtrat änderte dafür die Satzung. Bild: rn

Der Stadtrat hat einstimmig entschieden: Mit dem Beginn des neuen Jahres tritt für den städtischen Friedhof und das Leichenhaus eine neue Friedhofs- und Bestattungssatzung in Kraft. Und: Die Friedhofsgebühren steigen um ungefähr zehn Prozent.

In der Sitzung am Donnerstagabend verwies Bürgermeister Peter Lehr auf die Zusammenkunft am 30. Oktober, in der der Prüfungsbericht des Bayerischen Kommunalen Prüfungsverbandes behandelt wurde. Dieser habe "festgestellt, dass die Abwicklung von Bestattungen im städtischen Friedhof alleine durch das Unternehmen Emmerling nicht zulässig ist".

Schon in der Oktober-Sitzung war sich der Stadtrat einig, dass auch anderen Bestattern die Tätigkeit auf dem städtischen Friedhof ermöglicht werden sollte. "Der Vertrag mit dem Bestattungsinstitut Emmerling wurde deshalb fristgerecht zum 31. Dezember 2015 gekündigt", teilte der Bürgermeister mit.

Bestattungsunternehmen, die ab Januar 2016 Beisetzungen auf dem städtischen Friedhof übernehmen wollen, können sich nun bei der Stadtverwaltung um eine Zulassung bewerben. Lehr unterrichtete die Räte auch von dem mit Josef Emmerling geführten Gespräch, in dem dieser über die Sachlage informiert wurde.

Erhöhung nach 14 Jahren

Die künftigen Gebühren für die "hoheitlichen Tätigkeiten" der Bestattungsunternehmen - wie Grabarbeiten und -schalungen - hat das Gremium am Donnerstag in einer neuen Friedhofsgebührensatzung festgelegt. Privatrechtliche Tätigkeiten wie Grabschmuck oder Überführung des Leichnams rechnet der jeweilige Bestatter selbst mit den Hinterbliebenen ab.

Die bisherigen Friedhofsgebühren waren seit dem Jahr 2002 gültig. Der Stadtrat war sich daher einig, sie um etwa zehn Prozent anzuheben. Die neuen Beträge sind von allen künftig im städtischen Friedhof zugelassenen Bestattungsunternehmen anzuwenden. Die zur Abstimmung vorgelegten Satzungsentwürfe sind von der Verwaltung auf der Grundlage von Mustersatzungen erstellt, jedoch den Eschenbacher Gegebenheiten angepasst worden.
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