Zeit des "Lehens" für die Recken vorbei
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Carl-Otfried von der Schwarzen Kunst berichtete den Recken sowie Florian von Rosenburg, Sebastian Graf von Reichenbach-Goschütz, Werner von Podewils und Freiherr Wolf vom Seegrund auf Haunritz von seiner Ritterschaft. Bild: hl
Kemnath. (hl) Der Ritterbund Waldeckh zue Kemenatha ist nun Grundeigentümer. Großmeister Werner von Podewils (Ponnath) verkündete im Kapitelum, dass die Recken das Grundstück, auf dem die Burg steht, ihr Eigen nennen dürfen. Der notarielle Vertrag sei unter Dach und Fach. Bisher gehörte der Grund der Baugenossenschaft. Der Bund nutzte ihn im Zuge einer 100-jährigen Pacht, die in einigen Jahren abgelaufen wäre. Auch berichtete Ponnath vom Großmeisterkonvent in Natternberg. Dort sei mitgeteilt worden, dass der Deutsche Ritterbund vor der Aufnahme eines neuen Bündnisses stehe. In Görlitz sei ein St.-Michaels-Orden im Entstehen, der derzeit noch eine Komturei des Haldenwanger Ritterbundes ist. Weiter sprach er den Ausflug nach Kaprun vom 17. bis 19. Juli an.

Laut Kanzler Sebastian Graf von Reichenbach-Goschütz (Wolf) hat sich der Ritterbund Grüner Humpen aus Wien für den 13. Juni angemeldet. Für das Burggartenfest am 6. und 7. Juni bat er die Recken und Burgfrauen um Mithilfe. Auch sollten sie sich das 95. Bestandesfest am 11. Juli vormerken.

Der Großmeister der Schwarzberger Ritterschaft zue Gehren aus Thüringen, Carl-Otfried von der Schwarzen Kunst, stellte seine Gemeinschaft kurz vor. Gehren sei im 13. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt worden. Der Ort lag an wichtigen Handelsstraßen, die aus Jütland bis zu den Alpen führten.

Die Geschichte der Schwarzburger begann 1912 mit der Gründung. Nach dem Verbot 1935, dem Zweiten Weltkrieg und der Zeit des Sozialismus fanden sich 1993 wackere Schützen für eine Wiedergründung. Beim 41. Deutschen Rittertag in Pfaffenberg wurden die Schwarzburger in den Deutschen Ritterbund aufgenommen. Die Mitglieder beschäftigen sich mit der Geschichte des Schwarzburger Fürstenhauses und der Pflege von historischen Denkmälern oder Kulturstätten. Der Gast lud die Waldecker Recken ein, wenn sie einmal im Thüringer Wald seien, seine Ritterschaft zu besuchen. Werner von Podewils hoffte, dass dieser sich sein Amtsbruder noch oft auf dem "Handelsweg" nach Kemnath begeben möge.
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