Zeit für ein "Neues"

Es wird wohl eine sechsstellige Summe werden. Aber versprochen ist versprochen. Die Feuerwehr pocht auf ein neues Einsatzfahrzeug. Denn nach fast 30 Jahren sei die "alte Kiste" bald am Ende, urteilt Kommandant Andreas Sticht.

Breiten Raum nahm in der Generalversammlung der Wehr im Gasthaus Schmid (wir berichteten) die Diskussion über das am besten geeignete Fahrzeug ein. Doch zunächst lenkte Andreas Sticht, der Chef der Brandschützer, die Aufmerksamkeit auf die Tätigkeiten und Leistung seiner 61 aktiven Kameraden in den vergangenen zwölf Monaten.

Der Kommandant bilanzierte elf Einsätze, darunter vier technische Hilfeleistungen. Von der Bekämpfung von Ölschäden über Verkehrsabsicherungen bis hin zu Bereitschaftsdiensten bei Schwelbränden in Wohnungen reichte die Palette an Alarmierungen, zu denen Andreas Sticht den Mitgliedern Einzelheiten berichtete. Besonders der Netzaberg sei dabei zu einem Schwerpunkt geworden. Der Sprecher verwies ferner auf Einsätze beim Reiterfest am Barbaraberg, bei kirchlichen Anlässen und beim Maibaum-Aufstellen.

Zufrieden mit Fortbildung

Erst Übung macht den Meister, heißt ein geflügeltes Wort. Das gilt auch für die Tremmersdorfer Wehr. Der Kommandant erinnerte an die Aktiven-Versammlung mit den Themenschwerpunkten Leistungsprüfung, Truppmann-Ausbildung sowie Sicherheitsunterweisung und meldete Vollzug für den Erste-Hilfe-Kurs. Weitere Hinweise galten der Brandschutz-Woche, bei der die Tremmersdorfer und Speinsharter Brandschützer eine gemeinsame Übung abhielten und dabei beim Aufbau einer Löschwasserversorgung über einen längeren Streckenabschnitt gefordert waren.

Zufrieden zeigte sich Sticht mit der Fortbildung der Aktiven. Er informierte über zwei Leistungsprüfungen mit insgesamt zwölf Kameraden in den Leistungsstufen eins bis sechs. Lob gab es für die Jugendfeuerwehr für Ausbildungseinheiten und Freizeitaktivitäten. Und es gibt weiteren Nachwuchs: Gemeinsam nahmen Kommandant, Vorstand und Bürgermeister die offizielle Neuaufnahme der Jugendlichen Lucy Bitterer, Bastian Edl, Max Rodler und Jonas Schleicher vor.

In seinem kurzen Ausblick lud Andreas Sticht zur Aktiven-Versammlung am 17. April ein und bedankte sich für die vielseitige Unterstützung bei Adjutant Markus Hefner sowie den Gruppenführern, Jugend- und Gerätewarten. Dem Vorstand um Martin Rodler galt Dank für die vertrauensvolle Zusammenarbeit, Bürgermeister, Gemeinderäten und Führungskräften der Feuerwehr auf Landkreisebene für die "vielen offenen Ohren".

Gehörte der Erwerb von Ausrüstungsgegenständen, zum Beispiel von neuem Schlauchmaterial und Schutzausrüstungen, noch zur Routine-Information, so waren die Mitglieder ganz Ohr, als ihnen in einer Bild-Präsentation verschiedene Basisfahrzeuge für Brandeinsätze vorgestellt wurden. Das Interesse der Brandschützer konzentrierte sich auf Tragkraft-Spritzen-Fahrzeuge mit Wasser (TSF-W), deren hoher taktischer und variabler Einsatzwert in Fachkreisen geschätzt wird.

Zur Information auf Messe

"Derzeit sind wir in der Informationsphase", stellte Kommandant Andreas Sticht klar und verwies auf die Besichtigung von Einsatzfahrzeugen bei Feuerwehren gleicher Größenordnung. Auch auf der Messe "Interschutz" in Hannover wolle sich die Führungsspitze schlau machen, kündigte Sticht an. "Es muss ja kein Riesenfahrzeug sein", gab er sich bescheiden.

"Die Tremmersdorfer brauchen ein neues Auto." Das steht auch für Bürgermeister Albert Nickl fest. Er verwies auf Gespräche vor zwei Jahren sowie das grundsätzliche Einverständnis des Gemeinderats und sprach sich für eine zügige Entscheidung aus. Bereits für nächste Woche lud er zu einer Besprechung ein.

Als weitere Schritte nannte der Bürgermeister den offiziellen Beschluss des Gemeinderats über den Fahrzeugtyp und das öffentliche Ausschreibungsverfahren. Nickl rechnet mit einer angemessenen staatlichen Förderung. Aus den Reihen der Mitglieder kam bereits ein nicht ganz ernst gemeinter Vorschlag zur künftigen Verwendung des alten Feuerwehrautos - als Biertransporter.
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