ZEN bietet Dienste an

Das Zentrum für erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit (ZEN) gab im Gemeinderat Birgland seine Visitenkarte ab. Für ihn hatten seine Vertreter auch gleich einige Vorschläge auf Lager.

Im Kloster Ensdorf beheimatet, bietet das ZEN neutrale Informationen und Beratung sowie Schulungen an. Geschäftsführer Gerhard Kopf nahm sich die Themen Energie-Einsparung und -effizienz vor. Sie seien noch immer ausbaufähig, befand er.

Einspar-Check möglich

Als Ansatzpunkte führte er die Heizung und die Isolierung von Wohngebäuden an. In Sonnenenergie, Windkraft, Biogas und Pelletheizungen liege noch viel Potenzial. Seine Anwendung stärke auch die regionale Wirtschaftskraft. Das ZEN biete gegen eine geringe Gebühr einen Strom- und Energiespar-Check an, um im Einzelfall die Vorteile zu ermitteln.

Aus der Unterabteilung Klimaschutz im ZEN kommt Katharina List. Sie sprach Möglichkeiten für Gemeinden an, ihren Stromverbrauch zu senken. Bei der Straßenbeleuchtung habe die Technik große Fortschritte gemacht. LED-Lampen bräuchten deutlich weniger Energie, und damit werde auch weniger Kohlendioxid freigesetzt.

Ungebrochener Bau-Boom

Freude bereitet dem Gemeinderat die anhaltende Bereitschaft der Bürger zu Investitionen. Neben einem Wohnhausneubau gab es einige An- und Umbauten zu genehmigen.

Gut 40 Jahre alt sind die Kanäle in Schwend - Zeit, sie zu reinigen und auf Schäden zu prüfen. Dazu bedient sich die Gemeinde den Aufnahmen einer Kamera.

Die Gemeinde Weigendorf verlangt, die Kosten für den Birgland-Express neu aufzuteilen. Dieser Bus dreht an Wochenenden seine Runden von Sulzbach-Rosenberg aus und erfreut sich guten Zuspruchs. Ein Großteil seiner Haltestellen liegt im Birgland, argumentieren die Weigendorfer Nachbarn. Mit dem VGN sollen die Routen sowie die Bedingungen überprüft werden.

Die Stadtwerke Amberg und die Gemeinden im Naturpark Hirschwald arbeiten schon in einzelnen Projekten zusammen. Jetzt steht die Gründung einer Infrastruktur-GmbH zur Debatte, an der sich das Birgland beteiligen könnte. Sobald nähere Einzelheiten bekannt sind, will sich der Gemeinderat damit befassen.

Für günstigeren Strom

Bei der Bündelausschreibung des Energiebezugs für die Jahre 2017 bis 2019 besteht die Wahlmöglichkeit zwischen normalem und etwas teurerem Ökostrom. Das Gremium griff auf die günstigere Variante zurück.

Eine Mitgliedschaft der Gemeinde im Verein Naturpark Fränkische Schweiz-Veldensteiner Forst eröffnet die Aussicht auf Fördermittel, zum Beispiel für Wanderwege. Gemeinderätin Cassandra Pickel warnte allerdings vor Einschränkungen im landwirtschaftlichen Bereich, die damit verbunden sein könnten. Grundsätzlich erklärte sich der Rat mit einem Mitgliedsantrag einverstanden, will aber vor dem endgültigem Beitritt die Bedingungen genau überprüfen.

Einige Orte am Breitband

Zum Ausbau des Breitbandnetzes meldete die Bürgermeisterin, dass einzelne Orte schon angeschlossen sind und der Bau zügig weitergehe. Mancherorts müssten bei der Kabelverlegung schwierige Bodenverhältnisse überwunden werden.

Üppiger Radweg-Zuschuss

Der Radweg an der Staatsstraße von Sulzbach-Rosenberg nach Lauterhofen weist im Bereich Birgland einige Lücken auf. Ein üppiger Zuschuss von 87,5 Prozent legt nahe, sie zu schließen. Darüber werde in Kürze mit dem Bauamt verhandelt.

Zum Schluss informierte Birgitte Bachmann über den Stand bei der Schaffung eines Gemeinde- bzw. Rathauses in Schwend. Das bisherige Büro in Frechetsfeld wird wegen baulicher Mängel geschlossen. Dem Erwerb des frei werdenden Gebäudes der Raiffeisenbank hat der Gemeinderat bereits grundsätzlich zugestimmt. Ideen für eine künftige Nutzung flossen in einen Planentwurf ein, über den entschieden wird, wenn die Kosten und ihre Finanzierung geklärt sind.
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