Zessau ist nicht Berlin

Kreisbrandinspektor Georg Tafelmeyer und Bürgermeisterin Carmen Pepiuk gratulierten Kommandant Markus Eichermüller (von rechts) zur Wiederwahl. Bild: bjp

Als Trauerspiel kommt das Geziehe um den Digitalfunk daher, Zessaus Feuerwehr nimmt's mit Humor. Die Bilanz in der Jahreshauptversammlung gibt der Wehr auch keinen Grund, Trübsal zu blasen.

Weihersberg. (bjp) Es ist seit Jahren eine Art "Running Gag" vieler Feuerwehr-Hauptversammlungen und hätte das Zeug zu einem Theaterstück von Samuel Beckett: das Warten auf den Digitalfunk. "Schon vor 27 Jahren hat man uns gesagt: bald kommt das digitale Sprechfunknetz", erinnerte sich Kreisbrandinspektor Georg Tafelmeyer bei der Jahresversammlung der Feuerwehr Zessau-Weihersberg im Gasthaus Schreyer.

Immerhin, so Tafelmeyer, laufe nun der Probebetrieb. Weil mit Blick auf den für Juni anstehenden G 7-Gipfel in Elmau bei Garmisch die Aufschaltung des Digitalnetzes in Oberbayern forciert worden sei, müsse sich die Oberpfalz allerdings noch gedulden: "Aber spätestens zur Jahreswende 2015/16 rechnen wir auch hier mit dem endgültigen Umstieg."

Mit dem Berliner Flughafen

In den nächsten Monaten werde der Kreisfeuerwehrverband Schulungen organisieren. Kommandant Markus Eichermüller, der ebenso wie sein Adjutant Hubert Farmbauer für weitere sechs Jahre wiedergewählt wurde, nahm das jahrelange Gerangel mit Humor: "Spätestens im Jahr der Einweihung des Berlin-Brandenburg-Airports geht der Digitalfunk ganz sicher in Betrieb."

Weil Zessau nicht Berlin ist, haben die Zessau-Weihersberger Brandschützer gemeinsam mit den "Eichenlaub"-Schützen ihre Hausaufgaben gemacht: Mit Stolz blickte Vorsitzender Robert Reindl auf den Abschluss der Bauarbeiten am Gemeinschaftshaus und das Eröffnungsfest im Mai zurück. 19 Veranstaltungen hätten dort im Laufe des Jahres stattgefunden, darunter eine Informationssitzung der IG Metall zur Zukunft des Trabitzer Faurecia-Werks sowie "Großevents" wie der Lumpenball, ein Konzert des Kabarettduos "Bauernsfünfer" und "Rock für Rumänien". Obendrein werde die Tradition des allfreitäglichen Wirtshausbetriebs fortgeführt.

Anspruchsvolles Pensum

"Es war ein anspruchsvolles Pensum", resümierte Reindl. Dennoch freue man sich auch heuer wieder auf ein vielseitiges Veranstaltungsangebot. Beispielhaft nannte der Vorsitzende den Lumpenball am 7. Februar, einen Bilderabend mit Aufnahmen vom Einweihungsfest am 14. März, den Florianstag am 8. Mai, die Einweihung des neugestalteten Dorfplatzes Anfang September und die Nikolausfeier am 6. Dezember. Für dieses Jahr plane die "Schützen/Feuerwehr GbR", die das Gemeinschaftshaus betreibe, nicht nur die Anschaffung neuer Stühle und Besteckgarnituren, sondern auch die Aufstellung der Spendertafel.

Reindl nutzte die Gelegenheit, um dem früheren Bürgermeister Dieter Klein und seiner Nachfolgerin Carmen Pepiuk sowie dem Gemeinderat nochmals für ihre Rückendeckung zu danken: "Ohne euch hätte es kein Gemeinschaftshaus gegeben." Pepiuk lobte ihrerseits den nicht nur bei diesem Bauvorhaben bewiesenen Gemeinsinn der Vereine sowie Dorfgemeinschaften und versprach, die Spendertafel kostenfrei gestalten und bedrucken zu lassen. Die Vereine brauchten lediglich die Selbstkosten für das Roh-Acrylmaterial der Tafel zu tragen.
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