Ziel hartnäckig verfolgt

Konrektorin Sandra Hering, Realschuldirektor Germann Helgert und Günter Kopp (von links) gratulierten des Jahrgangsbesten mit einer Eins vor dem Komma. Bild: jzk

223 000 Euro hat der Landkreis Tirschenreuth als Sachaufwandsträger im vergangenen Schuljahr in die Realschule investiert. Das zahlten ihm die Absolventen der zehnten Klassen mit ihren Leistungen in den Abschlusstests zurück.

Kemnath. (jzk) 148 Schüler haben laut Realschuldirektor German Helgert die Abschlussprüfung erfolgreich bewältigt, "25 von ihnen haben diese sogar mit ganz vorzüglichen Leistungen und einer Eins vor dem Komma im Gesamtnotenschnitt geschafft", berichtete er am Freitag in der voll besetzten Turnhalle.

Hervorragender Ruf

Die Abschlussfeier moderierte Konrektor Holger König, der als Gastredner zunächst stellvertretenden Landrat Günter Kopp ankündigte. Dieser attestierte der Realschule Kemnath "auch überregional einen hervorragenden Ruf". 515 Gastschüler unterstrichen deren Attraktivität. Im vergangenen Schuljahr habe der Landkreis 223 000 Euro in Sanierungsmaßnahmen und für die Ganztagsbetreuung investiert. Dieser werde "auch weiterhin bestrebt sein, im Rahmen seiner Möglichkeiten optimale Rahmenbedingungen zu schaffen", versprach Kopp.

Bürgermeister Werner Nickl gratulierte den Schülern, Eltern und dem Lehrerkollegium. "Ein sehr gutes Schulklima ermöglicht überdurchschnittliche Leistungen an dieser Schule, die zu einer der größten und erfolgreichsten Realschulen der Oberpfalz zählt." Besonders dankte er für die Pflege der Partnerschaft zu Tschechien.

"Vor 36 Jahren war ich an euer Stelle", erinnerte sich Elternbeiratsvorsitzender Martin Häupler. Die Jugendlichen hätten bewiesen, dass sie längerfristige Ziele verfolgen und auch erreichen könnten. "Aber nach diesem Abschluss ist das Lernen nicht zu Ende", mahnte er. Die vor ihnen liegende Zeit müssten die Absolventen aktiv gestalten, denn sie könnte ihren Lebensweg nun selbst bestimmen.

"Mit dem Zeugnis der Mittleren Reife habt ihr euch eine hervorragende Startposition für euren Lebensweg erarbeitet", betonte Schulleiter German Helgert. Er bedauerte, dass dem Leistungsbegriff heute oft ein negatives Image anhafte. "Schlagwörter wie Leistungsdruck, Leistungsgrenze und Leistungsstress ermutigen keineswegs zur positiven Leistung." Leistung dürfe nicht schlecht geredet werden. Leistungswillige Schüler sollten nicht als Streber bezeichnet oder gar gemobbt werden. "Der heutige Abend zeigt, dass sich Leistung wirklich lohnt."

Außerschulisch engagiert

Besonders hob Helgert hervor, dass sich viele über den Unterricht hinaus auf verschiedenste Weise in und außerhalb der Schule engagiert und damit für die Gemeinschaft wertvolle Leistungen erbracht haben. "Habt Vertrauen in eure persönliche Leistungsfähigkeit, nutzt diese und blickt optimistisch in eure berufliche und private Zukunft", rief er den Schulabgängern zu. Dem Sachaufwandsträger dankte er für die Umsetzung der schrittweisen Sanierung und Optimierung der Realschule. "Wir sind stolz darauf, ein wichtiges Mitglied der Bildungsregion Landkreis Tirschenreuth zu sein." Der Redner versprach, dem Bildungsauftrag auch in Zukunft gerecht zu werden.

Zur Aushändigung der Abschlusszeugnisse traten, von Konrektor Holger König aufgerufen, die Absolventen einzeln vor. Aus den Händen von Günter Kopp, German Helgert und ihren jeweiligen Klassenleitern, Alois Spitzer (10a, 23 Schüler), Hermann Daubenmerkl (10b, 24), Doris Wolf (10c, 22), Sylvia Eller (10d, 19), Margit Friedl (10e, 19), Susanne Huber (10f, 19) und Gertraud Burkhardt (10g, 26) nahmen sie Zeugnis, Jahresbericht und Landkreisbuch entgegen.

Die musikalische Gestaltung der Abschlussfeier hatten der Schulchor (Leitung Anna-Maria Beck), die Lehrerband (Leitung Anna-Maria Beck) und Sängerin Nina Armann (10e) übernommen. Es waren bewegende Momente, als sich die Klassen bei ihren Lehrern für ihre Unterstützung während des letzten Schuljahres und bei der Abschlussprüfung bedankten. (Hintergrund)
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