Ziel: Unfälle verhüten

Warum es die Verkehrswacht gibt? Ihr wieder gewählter Vorsitzender in Auerbach, Martin Kozik, zögert nicht mit der Antwort: "Verkehrserziehung betreiben und helfen, Unfälle zu verhüten."

Kozik legte bei der Jahresversammlung eine Studie vor, die junge Fahrer zwischen 18 und 25 Jahren als Hochrisikogruppe im Straßenverkehr benennt. Jeder fünfte Verletzte und Getötete gehöre dieser Altersgruppe an, obwohl sie nur jeden zwölften Einwohner in der Gesamtbevölkerung stellt.

"Den Fahranfängern fehlt noch die Übung und Erfahrung im Umgang mit ihren Kraftfahrzeugen. Sie schätzen Verkehrssituationen oft nicht richtig ein", betonte der Vorsitzende. Die Verkehrswacht versuche, dem Trend entgegenzuwirken.

Jetzt Stellvertreter-Trio

Nach dem einstimmigen Willen der Mitglieder bleibt Martin Kozik für weitere drei Jahre an der Spitze der Gebietsverkehrswacht. Nach einem Vorstandsbeschluss wird das Gremium um einen dritten Stellvertreter erweitert (siehe Kasten "Wahlen").

Das ganze Jahr engagierte sich die Verkehrswacht bei Plakataktionen. 950 Euro gab sie für die Verkehrserziehung aus. Für die Grundschule besorgte sie Übungshefte zur Verkehrserziehung und Fahrradausbildung. Hinzu kam die Betreuung der momentan 45 Verkehrshelfer und Schülerlotsen an der Realschule sowie an der Mittelschule Auerbach. Den in den vergangenen Jahren erfolgreichen Kfz-Lichttest wiederholt die Verkehrswacht gemeinsam mit dem Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe und anderen Partnern. "Wir appellieren an alle Auto- und Nutzfahrzeugfahrer, im Aktionsmonat Oktober ihre Beleuchtung in allen Auerbacher Kfz-Werkstätten kostenfrei und unbürokratisch überprüfen zu lassen", rief Kozik auf.

Bußgeld-Quelle versiegt

Ein kleines Plus in der Kasse meldete Kassier Lothar Schmiedl. Dazu trugen bisher neben Mitgliedsbeiträgen und Zuweisungen der Landesverkehrswacht auch kleinere Posten von Bußgeldern bei. Ab 2015 versiegt diese Quelle jedoch.

"Die Verkehrswacht liegt uns sehr am Herzen", versicherte Stadtrat Helmut Zerreis. Als Beitrag zur Sicherheit erwähnte er die Verkehrsüberwachung, die bald startet. Die Parküberwachung diene dem Schutz der Fußgänger: "Es gibt eben Leute, die ständig auf dem Gehsteig stehen."

In marode Straßen im Stadtbereich sollen Zuschüsse des Freistaates fließen. Vorneweg nannte Zerreis die Marienstraße und Abschnitte in Welluck, die neu asphaltiert werden.
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