Ziele ausloten und forcieren

Stadtplaner Jan Vorholt (rechts) von der GMA München war auf Einladung der CSU nach Floß gekommen. Sprecher Armin Betz (links)

"Wie könnte Floß in einigen Jahren aussehen? Welche Herausforderungen stehen uns bevor?" Diese Fragen diskutierte die CSU/FL- Fraktion mit Städteplaner Jan Vorholt von der Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung (GMA) aus München.

Floß. (kit) Am Vormittag sah sich die CSU zusammen mit dem Fachmann den Ort an. Auch die besondere Situation mit den vielen Ortsteilen lernte Vorholt kennen. "Wir haben eine vernünftige Infrastruktur, müssen uns aber auf die Zukunft einstellen", sagte Fraktionssprecher Armin Betz.

Meinungen sammeln

Am Nachmittag waren auch die anderen Fraktionen aus dem Marktrat geladen. Der Experte aus München erklärte, was es mit einem integrierten Städtebaulichen Konzept (ISEK) auf sich hat. "Das wichtigste bei jedem Konzept ist, dass Sie sich über die Ziele klar werden", stellte er eine Voraussetzung für erfolgreiches Arbeiten heraus. Er veranschaulichte am Beispiel von Roding und Marktredwitz, wie solche Planungen vorangetrieben und umgesetzt werden können. Besonders wichtig sei im Ansatz der GMA die Bürgerbeteiligung. "Hier geht es darum, Meinungen zu sammeln und dann aus vielen Themen die zu bündeln, die akzeptiert sind und bewerkstelligt werden können", sagte er. Eine Vielzahl von Ideen könne nur nach und nach umgesetzt werden.

Ein Impulsprojekt

Besonders der sanierte Marktplatz gefiel Vorholt. Man habe damit in Floß bereits ein tolles Impulsprojekt umgesetzt. "Darauf kann man aufbauen", betonte er. Besonders weil die Flosser gezeigt hätten, dass sie anpacken können, wenn es darum geht, den Ort voran zu bringen. Auch eine zweite tolle Voraussetzung sei mit dem Ausschuss "Zukunft Floß" geschaffen worden. "Diesen Ausschuss müssen wir nutzen, um Problemfelder zu sammeln, zu bündeln und zu priorisieren", so Betz. Wenn man diese Vorarbeit leisten könne, sei es für die Städteplaner viel einfacher, ein durchführbares Konzept zu erstellen.

Dieses Handbuch dann mit den Fördergeldern der Regierung umzusetzen, sei eine der zentralen Zukunftsaufgaben der Kommune, wenn man sich für diesen Weg entscheide, waren sich Vorholt und CSU einig.
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