Zittern trotz schneller Führung

Die Blue Devils gewannen am Freitagabend beim EHC Klostersee mit 5:3. Der Kanadier Jacob Laliberte erzielte in der achten Minute das 1:0 und setzte zwei Sekunden vor dem Ende mit seinem "empty-net-goal" den Schlusspunkt. Bild: Gebert

Die Blue Devils haben das Kellerduell beim EHC Klostersee mit 5:3 gewonnen und damit Werbung für das Derby gegen die Selber Wölfe betrieben. Die Weidener führten in der Grafinger Eishalle nach 13 Minuten mit 3:0, wären aber auf der Zielgeraden fast noch abgefangen worden. Erst zwei Sekunden vor Schluss beendete Jacob Laliberte das Zittern.

(gb) "Wir sind glücklich über die drei Punkte", sagte Markus Berwanger nach dem 5:3 (3:1, 1:1, 1:1)-Erfolg am Freitagabend beim EHC Klostersee. Der Trainer der Blue Devils lobte seine kämpferisch wie immer überzeugende Mannschaft. "Alle haben bis zum Schluss hart gekämpft und gut gespielt. Der Sieg war verdient."

Bei den Blue Devils gab Neuzugang Marius Nägele sein Debüt. Der 21-jährige Verteidiger war Mitte der Woche von Nord-Oberligist EHC Timmendorfer Strand in die Oberpfalz gewechselt. Nägele bildete mit Ludwig Synowiec das Abwehrpärchen hinter der dritten Sturmreihe (Philipp Siller, Veit Holzmann und Thomas Schreier). Bis auf zwei, drei kleinere Fehler feierte Nägele einen gelungenen Einstand.

Die Blue Devils überstanden zu Beginn die Grafinger Druckphase und schlugen dann in der Offensive konsequent zu. Jacob Laliberte (8. Minute), Lubomir Vaskovic (10.) und Stefan Ortolf (13./Überzahl) schossen innerhalb von fünf Minuten eine 3:0-Führung heraus. "Mit etwas Glück waren die ersten Schüsse drin, doch heute war das Glück endlich einmal auf unserer Seite", freute sich Berwanger. Die Gastgeber gaben jedoch nicht auf und kamen noch im ersten Abschnitt zum Anschlusstreffer. Nach einem Foul entschied Hauptschiedsrichter Christoffer Hurtik auf Penalty, den Florian Engel verwandelte (18.).

Dieser Treffer beflügelte den EHC, der nach Wiederbeginn durch Raphael Kaefer (24.) auf 2:3 verkürzte. Die Devils hatten jetzt eine kritische Phase zu überstehen, was mit großem Kampf erfolgreich gelang. Und genau zum richtigen Zeitpunkt legte Florin Ketterer (34.) das 4:2 nach und sorgte wieder für Ruhe in den eigenen Reihen. Die Weidener wurden auch nicht hektisch, als Ralf Herbst mit einer Zwei- plus Zehnminutenstrafe in die Kühlbox musste.

Klostersee wollte im Schlussdrittel die Wende erzwingen, doch die Devils verwalteten clever den Vorsprung und sorgten mit Kontern immer wieder für Gefahr. Erst in der Schlussphase wurde es noch einmal brenzlig. Nach dem 3:4 durch Raphael Kaefer (59.) nahmen die Gastgeber den Torwart vom Eis - allerdings ohne Erfolg. Zwei Sekunden vor der Schlusssirene machte Jacob Laliberte mit seinem "empty-net-goal" alles klar.

Am Sonntag gegen Selb

Durch den Sieg in Grafing kletterten die Blue Devils einen Platz nach oben und sind jetzt mit 19 Punkten Achter. Am Sonntag um 18.30 Uhr steigt in der Hans-Schröpf-Arena das ewig junge Derby gegen die Selber Wölfe, die am Freitag Schönheide mit 5:1 bezwangen.
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