Zöliakie
Zöliakie

Zöliakie ist keine Allergie sondern eine Autoimmunkrankheit. Laut DZG ging man davon aus, dass im Durchschnitt etwa einer von 1000 bis 2000 Menschen in Deutschland davon betroffen ist. Neuere Untersuchungen zeigen aber, dass die Häufigkeit tatsächlich etwas höher liegt. Nur bei 10 bis 20 Prozent liegt allerdings das Vollbild der Zöliakie vor. Betroffen sind fast alle Altersgruppen. Die Symptome können sehr unterschiedlich sein. Klarheit schafft nur ein Bluttest samt Dünndarmbiopsie mit Hilfe einer Kamerasonde. Laut Kerstin Haid sei es aber schwer, rund um Weiden einen Arzt zu finden, der die harmlose Untersuchung anbietet.

Nach ihrer Einschätzung sind in der Region etwa 50 Menschen betroffen. Genaue Daten hat sie nicht. Wer mit ihr Kontakt aufnehmen will, kann das per E-Mail an kerstin.haid@gmx.de tun. Weiterführende Informationen hat die Deutsche Zöliakie Gesellschaft. Sie bietet auch Wirten und Köchen Kurse an, glutenfrei zu kochen.

Teure Disziplin

Unabhängig davon, dass Zöliakiepatienten kein Messer in die Marmelade tunken dürfen, mit dem vorher eine normale Semmel aus Roggenmehl halbiert wurde, geht glutenfreie Ernährung ins Geld. Ein Kilo Mehl ohne Klebereiweiß kostet 4 Euro, das normale Weizenmehl 40 bis 75 Cent. Ähnliche Differenzen bestehen bei Butterkeksen oder Lebkuchen. (phs)
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