Zoff um die Zukunft

Die SPD fühlt sich hintergangen. "Eigentlich hätte die Zukunftswerkstatt Floß ein gemeinsames Projekt des neuen Ausschusses für Ortsmarketing werden sollen", moniert Vorsitzende Eli Dreßler. Die Genossen ärgern sich, dass die CSU das Thema nun für sich beansprucht.

Floß. (mic) Seit einigen Tagen kündigen unzählige Plakate im Markt die "Zukunftswerkstatt Floß" an. Die Christsozialen fordern die Bürger auf, sich an der Veranstaltung am Samstag, 7. Februar, im "Goldenen Löwen" zu beteiligen. Nach einem Vortrag von Professor Lothar Koppers kann jeder seine Meinung zur Entwicklung des Orts in Arbeitsgruppen kundtun.

Gegen den Nachmittag an sich sei nichts einzuwenden. Die SPD-Vorsitzende ist dennoch sauer: "Die CSU benutzt nun die Ergebnisse von langen und intensiven Arbeitssitzungen, um sich parteipolitisch in den Vordergrund zu rücken und schmückt sich mit fremden Federn."

Mit den übrigen Ausschussmitgliedern von SPD und FDP/UB sei keine Absprachen getroffen worden. Einige könnten aus beruflichen Gründen an dem Termin nicht teilnehmen. "Sieht so ein von der CSU gefordertes Miteinander für unsere Kommune aus? Oder sind die Kollegen der CSU noch immer oder schon wieder im Wahlkampfmodus?", schüttelt Markus Staschewski den Kopf. Die SPD ist sich einig: "Eine vertrauensvolle und effektive Arbeit im Marktrat sieht anders aus." Um den Markt Floß für die Zukunft zu rüsten, müsse Parteipolitik in den Hintergrund treten.

CSU-Vorsitzende Rita Rosner will nicht von einem Alleingang oder gar von Konkurrenz sprechen, sondern von einer Ergänzung. "Diese Veranstaltung ist ein Baustein in Richtung Zukunft Floß", sagt sie. "Ich bin beim Empfang der Raiffeisenbank von vielen nicht politisch Aktiven auf den Workshop angesprochen worden."

"Wir lassen uns nicht vorschreiben, wie wir unsere Meinung bilden", sagt CSU-Fraktionssprecher Armin Betz. Er findet, dass dies jedem freistehen soll. Dafür sei das Thema viel zu wichtig. "Wir haben allen Markträten eine Einladung geschickt", sagt er. Betz ist der Meinung, dass man so früh wie möglich versuchen soll, die Bürger mit ins Boot zu holen, um die Schwerpunkte auszuloten. "Wir wollen den Weg mit dem Bürger gehen und nicht parallel nebenher."
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