Zone 30 am Hohenschlag bleibt

Alle sechs Orte der Gemeinde Weigendorf bekamen Besuch von der Polizei und der Verkehrsbehörde. Nicht einmal der Weiler Hellberg blieb "verschont". Was sie dabei festgestellt haben, erfuhr jetzt der Gemeinderat.

Die Ergebnisse der sogenannten "Verkehrsschau" nahmen einen Schwerpunkt der Gemeinderatssitzung beim "Bayerischen Johann" in Oed ein. Bürgermeister Reiner Pickel hatte eigens den Geschäftsstellenleiter der Verwaltungsgemeinschaft Neukirchen, Hans Loos, dazugebeten. Verkehrsangelegenheiten fallen in sein Ressort.

Den Räten lag eine umfangreiche Auflistung aller beanstandeten Punkte und der angeregten Verbesserungen vor. Oft ging es um den Austausch verwitterter oder die Versetzung ungünstig stehender Schilder.

Neu ist die Umwidmung der Schmiedgasse in eine Sackgasse. Dahinter steht der Wille, die wiederholte Beschädigung einer Dachrinne an der Engstelle künftig zu unterbinden. Das Hinweisschild auf den Weiler Hellberg soll geändert und vor der Bebauung ein Ortsschild angebracht werden. Auch die Parkplatzhinweise beim Sportgelände sollen geändert werden. Die Beschilderung der Gemeindeverbindungsstraße von Sunzendorf bis zur B 14 soll an allen Einmündungen vereinheitlicht werden.

Den Antrag, eine Zone 30 im Siedlungsgebiet "Weigendorf-Nord" einzurichten, hielten die Experten nicht für sinnvoll. Es bestehe nur Anwohnerverkehr. Auch aus Deinsdorf kam der Wunsch nach einer Zone 30. Eine Zählung wies nur wenig Verkehr aus, und so herrsche kein Bedarf. Das Argument von spielenden Kindern auf der Straße ließ Hans Loos nicht gelten, da die Trennung von Verkehrs- und privaten Flächen nicht aufgehoben werden könne.

Anders und heftig diskutierten die Räte die Anregung, die Zone 30 in den Wohngebieten Hohenschlag aufzuheben. Durch die größere Einwohnerzahl herrsche hier ein reger Verkehr auch von Zulieferern und fremden Fahrern. Der Gemeinderat will das Tempolimit daher aus Sicherheitsgründen beibehalten.

Bei zwei Gefahrenstellen an der B 14, die der Bürgermeister ansprach, will die Gemeinde noch einmal vorstellig werden. Die Einmündungen von Gemeindestraßen bei Unterlangenfeld und an der Abzweigung nach Högen sollten überprüft und verbessert werden.

Die Pumpe der Abwasseranlage im Bereich "Siedlung Deinsdorf" bereitet Probleme. Eine Reparatur käme fast so teuer wie eine neue, leistungsfähigere Anlage. Daher machten die Räte Nägel mit Köpfen und bewilligten die Anschaffung für 2300 Euro.

Erstaunt hörten sie die Information des Bürgermeisters, dass die Betonprüfung der Brücke in Unterhögen ein gutes Ergebnis für die Statik gebracht hat. Kleine Frontrisse sollte mit Prüfstellen versehen und im Auge behalten werden. Eine früher angekündigte Großreparatur fällt aber nicht an.
Weitere Beiträge zu den Themen: Oed (259)September 2014 (8406)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.