Zu eng, zu brenzlig

Im Sommer 2016 soll der 115 Quadratmeter große Erweiterungsbau am Feuerwehrhaus Luhe fertig sein. Beim Spatenstich griffen (von links) Architekt Josef Schöberl, Bürgermeister Dr. Karl-Heinz Preißer, Elfriede Heindl, Werner Forster, Georg Kraus und Daniel Müller zu den Schaufeln. Bild: Schöberl/mld

Nach vielen Vorgesprächen und Planungen geht es in die heiße Phase. Der erste Spatenstich für die Erweiterung des Feuerwehrhauses in Luhe ist gesetzt.

Das von 2000 bis 2003 erbaute Feuerwehrhaus ist zu eng geworden, weil zwischenzeitlich, bedingt durch steigende Einsatzzahlen, immer mehr Ausrüstung hinzu kam. Noch im Dezember soll ein neuer Gerätewagen in Dienst gestellt werden, der den kleinen Pritschenwagen ersetzt. Das verschärft das Platzproblem, obwohl bereits einige Gerätschaften in einer privaten Garage ausgelagert sind. Die Enge und die Aufbewahrung der Schutzkleidung in der Fahrzeughalle, wo sie den Dieselabgasen der Fahrzeuge ausgesetzt ist, entspricht nicht den aktuellen Vorschriften.

Ebenso die brenzlige Situation bei Einsätzen, wenn die Helfer zu ihren Spinden eilen und durch das Hallentor laufen. "Wenn der Maschinist nicht aufpasst und losfährt, wenn vor oder neben dem Fahrzeug einer läuft, kann es schnell zu einem schlimmen Unfall kommen", merkte Kommandant Daniel Müller an. Die Baukosten für die Erweiterung werden durch Eigenleistung der Feuerwehr überschaubar bleiben. Laut Bürgermeister Dr. Karl-Heinz Preißer fördert die Regierung die Maßnahme mit 29 000 Euro. Die Eigenleistung der Helfer koordiniert Ehrenkommandant Werner Forster. Die Erweiterung umfasst den Anbau einer dritten Fahrzeughalle an der Südseite sowie Umkleideräume für die Einsatzkleidung und einen Lagerraum an der Westseite.

Von den neu geschaffenen Parkplätzen an der Westseite kann dann über einen Alarmweg direkt die Umkleide erreicht werden, ohne die Fahrzeughalle queren zu müssen. Insgesamt werden 150 Quadratmeter neu geschaffen. Der Anbau wird in Holzrahmenbauweise auf einem Stahlbetonsockel durch die Firma Koller ausgeführt. Der Vorteil liegt in der Vorfertigung der Bauteile und einer schnellen Fertigstellung. Die Fundamentierung und Ausführung der Sohlplatte übernimmt die Firma Kraus.

Bis Mitte Dezember sollen Außenwände und Dach fertig sein. Der Innenausbau erfolgt zum Großteil in Eigenleistung in den Wintermonaten. Die Fertigstellung ist für den Sommer 2016 geplant. Bürgermeister Preißer dankte ausdrücklich Elfriede Heindl, die den Anbau durch einen Teilverkauf ihres Grundstücks ermöglicht habe. Architekt Josef Schöberl zollte er Anerkennung für die Planung und die enge Abstimmung mit der Gemeinde und den Führungskräften der Wehr.
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