Zu Fuß bis nach Gößweinstein

Das Gelübde entstand vermutlich in der Zeit der Pest. Auch heuer haben es zahlreiche Gläubige wieder erfüllt und sich auf den Weg nach Gößweinstein gemacht. Zu Fuß, versteht sich.

Fast 70 Frauen und Männer haben sich an dieser traditionellen Fußwallfahrt beteiligt. 1948 wurde sie wiederbelebt und wird seither in Schlicht mit großem Eifer Jahr für Jahr gepflegt.

Durchwachsenes Wetter mit Regen und auch Hitze meisterten die Wallfahrer, unter die sich am Sonntag beim Rückmarsch auch Pfarrer Johannes Kiefmann mischte. Am Samstag und 2 Uhr hatte Studiendirektor in Ruhestand Lothar Kittelberger den Wallfahrern den Reisesegen gegeben, ehe diese sich auf den weiten Weg machten. Gegen 13 Uhr kamen sie ans Ziel und wurde in der Basilika in Gößweinstein empfangen.

Am späten Nachmittag beteten die Gläubigen den Kreuzweg, um 19.30 zelebrierte Kittelberger in der Basilika das Wallfahreramt. Am Sonntag machten sich die Schlichter zusammen mit ihrem Pfarrer Johannes Kiefmann um 8.15 Uhr auf den Rückweg. Gegen 17 Uhr erreichte die Gruppe ihren Heimatort. Dort warteten schon Pfarrer Kittelberger, die Ministranten und die Werkvolkkapelle auf die Pilger, die auch heuer wieder von Edmund Heldmann geleitet und vom Träger des Wallfahrtsbildes, Christian Weiß, angeführt wurden. Zur Schlussandacht in der Pfarrkirche fanden sich viele Bürger ein. Pfarrer Kiefmann lobte Treue und Idealismus der Pilger. Mit einer neuen Lautsprecheranlage, die weitgehend durch Spenden angeschafft worden sei, und selbst zusammengestellten Wallfahrerheften sei man modern und zeitgemäß unterwegs, betonte er. Mit der Segnung von Gebetsgegenständen endete die Andacht und damit auch die Wallfahrt. Edmund Heldmann und Pfarrer Kiefmann zeichneten Hubert Streit und Monika Härtl für die 30. und Rosa Graf für die 25. Teilnahme mit einer Kerze aus.
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