Zu Kultur und Natur strampeln

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Für die Lokale Arbeitsgruppe (LAG) Kooperationsraum VierStädtedreieck e. V. schlug die große Stunde: Vorsitzender Helmuth Wächter eröffnete das neue LAG-Radwegenetz. Es soll Einwohner und auch Angehörige der US-Armee anregen, per Rad bisher unbekannte Wege und Gegenden zu erkunden.

Ein Teil der Bürgermeister aus den zehn LAG-Gemeinden und deren Tross steuerten die Feierstunde im SCE-Sportheim bei einer Sternfahrt an. Neben der Freigabe des Radwegenetzes wurde der erdgeschichtliche Radweg "Weg des Lebens" des Geoparks Bayern-Böhmen vorgestellt.

Amerikaner integrieren

Die Fassade der Sportheims zierten die Fahnen der LAG-Gemeinden, die Kreis-, die bayerische, die deutsche, die US- und die EU-Flagge. Mit dem Egerländer Marsch eröffnete die Stadtkapelle Eschenbach um Leiter Thomas Murr, der 40. Geburtstag feierte, den Festakt. Wächter ging der Frage nach, wofür der Kooperationsraum und dessen Regionales Entwicklungskonzept (REK) stehen. Den dazu geprägten Titel "Heimat auf Zeit" schrieb er dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr zu. Einer verbesserten Integration der Amerikaner gelte das Hauptaugenmerk der Entwicklungsstrategie.

In der sehr gut besuchten Eröffnungsfeier legte Wächter weitere Handlungsfelder dar, um in der Region Verbesserungen zu erzielen. Zu ihnen gehörten unter anderem Lebensqualität, Naherholung und Tourismus, kulturelle und geistige Entfaltung, Wirtschaft, Infrastruktur sowie Soziales.

Nach Informationen zum EU-Förderprogramm Leader und zur Entwicklung des Radwegekonzepts (wir berichteten) war der Vorsitzende überzeugt, dass sich das Radeln im Kooperationsraum VierStädtedreieck zum Breitensport entwickelt hat. Das Oberpfälzer Hügelland biete dafür gute Voraussetzungen. "Mit dem Radwegekonzept möchte die LAG auch verstärkt Touristen auf sich aufmerksam machen", betonte Wächter. Der Fokus liege zunächst auf Tagesausflüglern aus den Bereichen Bayreuth und Nürnberg. Für sie erschließe das Wegenetz neben einer abwechslungsreichen Landschaft eine Reihe natürlicher, kultureller und sportlicher Anziehungspunkte, so das Naturschutzgebiet Großer Rußweiher, die Seenlandschaft bei Dießfurt, das Klosterdorf Speinshart und das Heimatmuseum Grafenwöhr. Durch den Haidenaab-Radweg sei der Kooperationsraum bereits in ein flächendeckendes System aus Fernradwegen eingebunden. Die Gesamtkosten des zu 50 Prozent geförderten Projekts bezifferte Wächter mit zirka 150 000 Euro. Der Eigenanteil sei zwischen Landkreis und den beteiligten zehn Gemeinden aufgeteilt worden.

Zweisprachige Karte

Stellvertretend für alle Beteiligten bedankte sich Wächter mit Blumen bei LAG-Geschäftsführerin Barbara Müller, Regionalmanagerin Margit Fraunreuther, deren Mitarbeiterin Sonja König und Margit Plößner vom Geopark. Eschenbachs Bürgermeister Peter Lehr ließ Sekt folgen."Da ist das Ding.": Mit diesem Ausspruch Oli Kahns wandte sich Reinhold Zapf an die Festversammlung. Er stellte die zweisprachig gehaltene "tolle Radwanderkarte" vor, die viel Geld und viel Zeit gekostet habe. "Damit sind wir in der Region führend", versicherte der Tourismusreferent des Landkreises. Unter Hinweis auf die Campingplätze und E-Bike-Verleihstationen rief er dazu auf, die Angebote aktiv zu nutzen.

Verbunden mit der Eröffnungsfeier gab es Info-Stände von LAG und Landratsamt, Geopark sowie von Polizei und Fahrrad-Brunner mit Gelegenheit zu E-Bike-Probefahrten. Bei einem Quiz gab es als Hauptpreis 250 Euro zu gewinnen. Der Sportclub bot einen vielseitigen Getränke- und Speiseservice. (Hintergrund)
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