Zu spät begonnen: Genehmigung scheitert an "H10" und fehlendem Bebauungsplan
Bögl-Windrad abgelehnt

Der Antrag der Max Bögl Wiesner GmbH aus Sengental wurde abgelehnt. Das Unternehmen wollte bei Deindorf, in Nähe des A 6-Rastplatzes "Wittschauer Höhe", ein Windrad bauen. Archivbild: dpa
Wernberg-Köblitz. (cv) Für zwei Winkraftanlagen der Firma Voltgrün bei Deindorf gab es im August 2014 grünes Licht. Dem dritten Windrad, das die Firma Max Bögl Wiesner GmbH aus Sengental ebenfalls in diesem Gebiet - gleich neben dem A 6-Rastplatz "Wittschauer Höhe" - bauen wollte, ist hingegen jetzt die Genehmigung verwehrt worden. Das gesamte Verfahren läuft über das Landratsamt. Hier hatte die Firma Antrag auf Genehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz gestellt. Der Markt Wernberg-Köblitz wurde an diesem Verfahren, das bei der Abteilung Immissionsschutz am Landratsamt angesiedelt ist, beteiligt. Die Kommune befürwortete das Projekt.

Die Anlage sollte unmittelbar neben dem Rastplatz zwischen der Autobahn und der ehemaligen B 14 entstehen: Gesamthöhe 180 Meter, Nabenhöhe 120 Meter, Rotordurchmesser 120 Meter, Nennleistung: 2500 kW. Doch das Bögl-Projekt hätte sich außerhalb der bisher im Regionalplan vorgesehenen Vorbehalts- und Vorranggebiete befunden. Vielmehr wurden diese Grundstücke aufgrund der geringen Flächengröße als sogenannte "weiße Flecken", also ohne planerische Bestimmung, im Regionalplan dargestellt. Auf diesen Flächen soll die Zulässigkeit von Windkraftanlagen im Einzelfall geprüft werden.

Wie Bürgermeister Georg Butz nun den Markträten in der letzten Sitzung mitteilte, wurde das Bögl-Windrad abgelehnt. Das Unternehmen hat Antrag und Unterlagen zu spät eingereicht und fällt unter "H-10", die neuen gesetzlichen Bestimmungen. Es gibt hier auch keinen vorhabensbezogenen Bebauungsplan.
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