Zu viele Unfälle bei Ranna

Machten sich vor Ort ein Bild vom Unfallschwerpunkt in Ranna und diskutierten Lösungsmöglichkeiten (von links): Feuerwehrkommandant Stefan Egerer, Kreisrat Helmut Zerreis, Landtagsabgeordneter Harald Schwartz, Ortssprecher Wolfgang Meiler und Bauoberrat Stefan Noll. Bild: hfz

Seit 1994 kommt es zwischen dem Ortsschild von Ranna und Lehnershof (Stadt Auerbach) immer wieder zu schweren und sogar tödlichen Unfällen. Eine Geschwindigkeitsbeschränkung soll jetzt endlich Abhilfe schaffen.

Die Initiative geht laut CSU-Pressemitteilung auf den Auerbacher Kreisrat Helmut Zerreis zurück. Er möchte in dem 1,6 Kilometer langen Streckenabschnitt bis zur Landkreisgrenze in einem ersten Schritt die Geschwindigkeit auf maximal 70 km/h beschränken. Zusammen mit dem Landtagsabgeordneten Harald Schwartz, Stefan Egerer, Feuerwehrkommandant in Ranna, Ortssprecher Wolfgang Meiler und Bauoberrat Stefan Noll besichtigte Zerreis den Unfallschwerpunkt.

Schwartz zeigte sich besorgt über die vielen Unfälle: "Erst im September vergangenen Jahres kam es zu einem tragischen Verkehrsunfall. Alleine zwischen Ortsschild Ranna und Lehnershof gab es seit 1994 fünf Verkehrstote. Der Bereich muss dringend entschärft werden." Dazu kommt nach Ansicht von Feuerwehrkommandant Egerer die Situation im Ortsbereich Ranna. "Der Fußweg zum Bushäuschen, der als Schulweg genutzt wird, und das Bushäuschen befinden sich ungesichert direkt an der Straße. Leider hält sich da kaum jemand an die 50 km/h innerorts. Vielleicht auch weil keine beidseits geschlossene Bebauung vorhanden ist und die Ortsschilder so kurz aufeinander stehen, dass Geschwindigkeitskontrollen kaum möglich sind", fügte Ortssprecher Meiler an.

Schwartz und Zerreis verständigten sich darauf, die rasche Umsetzung einer Entschärfung anzugehen. Für eine Geschwindigkeitsbegrenzung sprächen etwa, dass an dieser Stelle werktags ein starker Berufs- und Schwerlastverkehr und an Sonn- und Feiertagen Ausflugs- und Tourismusverkehr herrschten. "Wir sind der Meinung, dass die Beschränkung auf höchstens 70 km/h die Situation um einiges entschärfen würde. Das sollte eine relativ schnell umsetzbare Alternative darstellen. Im Übrigen wurde auch die Beschränkung auf 60 km/h bei Lehnershof vor 30 Jahren eingerichtet, nachdem sich ein tragischer tödlicher Unfall ereignete", betonten Schwartz und Zerreis.
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